Ausschuss wünscht neun Klassen

Vreden Schulbezirke wird es ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr geben. Mit großen Problemen rechnet die Verwaltung deswegen aber nicht, wie in der jüngsten Schulausschusssitzung deutlich wurde.

25.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jedes Kind habe einen Anspruch auf Aufnahme in die seiner Wohnung nächstgelegenen Grundschule der gewünschten Schulart in seiner Gemeinde - im Rahmen der vom Schulträger festgelegten Aufnahmekapazität, erläuterte Fachabteilungsleiter Hubert Krandick. Die Aufnahmekapazität könne die Schule Jahr für Jahr aufs Neue festsetzen. "Jede Schule 120 Kinder, das müsste reichen", blickte er mit Bezug auf die beiden Stadt-Grundschulen ins Schuljahr 2008/2009.

Wohnortnähe

Dann werden nach der Prognose im Stadtgebiet etwa 225 Kinder ihre Schullaufbahn in der St. Marien- oder St. Norbert-Grundschule beginnen. Damit bei den Eltern Klarheit herrsche, welche Schule die ihrem Wohnort nächstgelegene ist, wolle die Stadt beim Anmeldeverfahren wie bislang vorgehen und die Eltern nach den bisher geltenden Schulbezirken anschreiben - "aber es soll natürlich aufgeführt werden, dass die Anmeldung an einer anderen gewünschten Grundschule möglich ist", führte Krandick aus.

Appell an Schulen

Mehr als 120 Kinder - diese Anzahl entspricht vier Zügen - sollen pro Stadt-Grundschule nicht aufgenommen werden - dem stimmte der Ausschuss zu. Das Gremium erweiterte den Beschluss aber: "Der Ausschuss äußert den Wunsch, dass auf eine angemessene Klassenstärke zu achten ist." Deutlichere Worte fand man in der Diskussion: Lieber neun als acht und somit kleinere Klassen an den Stadtschulen sähen die Kommunalpolitiker gern - "das war doch auch immer ein Grund zur Schließung der Schule in Großemast", brachte Elisabeth Ingenhorst, sachkundige Bürgerin für die CDU im Schulausschuss, in Erinnerung. "So hätte ja keiner gewonnen." Die Bildung der Klassen sei allerdings Angelegenheit der Schulen und richte sich nach deren Versorgung mit Lehrern, erläuterte Gisela Huning (CDU). Dennoch: Appellieren wollte der Ausschuss. ewa

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