Ausstellung untermauert Forderung nach neuer Agrarpolitik

"Mensch - Macht - Milch"

„Dass industrielle Agrarpolitik die Welt ernährt, daran glauben wir nicht!“ – Ulrich Kipp, Vorsitzender des Eine-Welt-Kreises Vreden, hat einen klaren Standpunkt. Mit der Fotoausstellung „Mensch – Macht – Milch“, die am Donnerstag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr im Rathaus eröffnet wird, will der Eine-Welt-Kreis seine Position anschaulich untermauern.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 04.10.2011, 12:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die heraufziehende Welternährungskrise sei neben dem Klimawandel eine der globalen Gefahren, so ist seine These. Die Forderung der Ausstellungsmacher: eine neue Agrarpolitik, eine nachhaltige und global verantwortliche Landwirtschaft. Der massive Export und die Subventionspraxis der EU sei der „Genickschuss für Kleinbauern und Familienbetriebe“, sieht Dr. Nikolaus Schneider die Überproduktion mit ihren Dumpingeffekten, die in der Ausstellung auch zum Thema gemacht wird. Eine-Welt-Kreis und VHS freuen sich als Initiatoren darüber, dass die Schau im Rathaus gezeigt werden kann: „Da gehört sie hin, in die Mitte!“ Zum gleichen Themenbereich wird am Donnerstag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr im Jugend- und Kulturcafé N-Joy, Up de Hacke, der Film „Hunger“ gezeigt. In diesem Dokumentarfilm wird aufgezeigt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, den Hunger in der Welt zu bewältigen. 

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr im Rathaus der Fair-Trade-Stadt Vreden. Bis zum 20. Oktober ist sie zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Die Ausstellung wurde konzipiert von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (ABL) und Germanwatch. Unterstützer und Mitherausgeber sind Brot für die Welt, der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), das European Milkboard (EMB) und Misereor.

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