Behörden möchten keine Spekulationen nach Einbruch bei Röring – Peta erhöht die Belohnung

900 tote Schweine

Die Tierrechtsorganisation Peta ist sich sicher, dass hinter dem Einbruch bei Röring keine Tierschützer stecken, und erhöht die Belohnung. Die Behörden ermitteln weiter.

Vreden

, 01.02.2019, 14:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Behörden möchten keine Spekulationen nach Einbruch bei Röring – Peta erhöht die Belohnung

Bei enem Einbruch in einen Maststall in Ellewick haben Unbekannte am 14. Januar die Belüftung und die Klimaanlage beschädigt, 900 Schweine sind in der Folge qualvoll erstickt. © picture alliance / Emily Wabitsc

Rund zwei Wochen, nachdem in einem Stall der Familie Röring 900 Schweine erstickt sind, erhöht die Tierrechtsorganisation Peta die Belohnung für Hinweise auf die Täter. Die Behörden und Bauernpräsident Johannes Röring halten sich bedeckt, was die Ermittlungen angeht.

Laut Polizeimeldung haben unbekannte Einbrecher in der Nacht zum 14. Januar die Stromzufuhr der Be- und Entlüftung eines Stalls in Ellewick abgeschaltet, sodass die Tiere erstickt sind. Der Stall wird vom Sohn des Bauernpräsidenten und CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring betrieben.

Peta möchte Gewissheit, ob wirklich Dritte beteiligt waren

Am Tag nach dem Vorfall hat die Tierrechtsorganisation Peta eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Jetzt erhöht sie diese auf 2500 Euro. „Immer wieder sterben Tiere in Ställen aufgrund technischer Defekte qualvoll. Jetzt sollen Unbekannte schuld sein und gezielt die Belüftung ausgeschaltet haben? Wir erhöhen die Belohnung, um endlich Klarheit über diesen Vorfall zu erlangen“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei Peta in einer Pressemitteilung.

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Schon in einer ersten Stellungnahme hatte sich Haferbeck offen gefragt, „ob wirklich Dritte an diesem Vorfall beteiligt waren oder ob dies lediglich eine Schutzbehauptung ist, um von einem eigenen fahrlässigen Verhalten abzulenken“. Hinweise seien bei der Tierrechtsorganisation noch nicht eingegangen.

Röring beteiligt sich nicht an Spekulationen

Johannes Röring äußert sich derzeit nicht zu dem Vorfall. Röring wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen, sagte ein Mitarbeiter seines Berliner Büros auf Anfrage unserer Redaktion. Er wolle sich erst wieder an die Öffentlichkeit wenden, wenn es konkrete Ermittlungsergebnisse gibt.

Damit können die Polizei und der Staatsschutz im Moment noch nicht dienen. „Wir ermitteln in alle Richtungen und schließen nichts aus“, sagte eine Sprecherin. Auch ein politischer Hintergrund der Tat sei nicht auszuschließen. „Genau deswegen ermitteln ja der Staatsschutz, weil das im Bereich der Möglichkeiten liegt.“

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