Gärtner Patrick Schülting ordnet die Stauden so an, wie sie anschließend bepflanzt werden sollen und wird dabei aufmerksam von den Gästen beobachtet. © Raphael Kampshoff
Staudengarten Vreden

Beispiel im Stadtpark: So kann ein pflegeleichter Garten ohne Schotter aussehen

Der Förderverein Kulturlandschaft hat im Vredener Stadtpark Staudenbeete bepflanzt. Bürger sollen hier Anregungen für den eigenen Garten finden, um auf Schottergärten zu verzichten.

Voller Spannung warteten die vier Bewohnerinnen des St. Georg Senioren- und Pflegezentrums zusammen mit ihrer Pflegerin Petra Tekampe am Montag darauf, welche der von ihnen vorgeschlagenen Stauden in die neuen Hochbeete gepflanzt werden.

Der Förderverein Kulturlandschaft Vreden hat im vergangenen Herbst im Vredener Stadtpark einen naturnahen Staudengarten angelegt. Viele Stauden blühen dort nun schon in voller Pracht und bieten Raum für die zahlreichen Hummeln und Bienen, die dort zwischen den Blüten schweben. Nun sollten die von der Firma Wefapress gesponsorten Hochbeete, die sich mit Rollstühlen unterfahren lassen, bepflanzt werden.

Dazu hatte der Förderverein die Seniorinnen des Pflegezentrums eingeladen und ihnen auch die Auswahl der Stauden überlassen. Gemeinsam überlegten sie, welche Staudenarten sie noch kennen und welche sich leicht pflanzen lassen, und erstellten eine Vorschlagsliste für Gärtner Patrick Schülting. „Ich habe mich beim Einkauf sehr an dieser Liste orientiert und geguckt, welche Stauden am besten und am pflegeleichtesten in diese beiden Hochbeete passen würden“, so Patrick Schülting bei der Pflanzaktion.

Staudengarten als Beispiel für private Gärten

Zu Beginn begrüßte der Erste Beigeordnete der Stadt Vreden Bernd Kemper die anwesenden Gäste und Mitglieder des Fördervereins. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass es ökologische Alternativen zu Schottergärten gibt, die auch einfach zu pflegen sind“, sprach Bernd Kemper in seinen Begrüßungsworten und stellte den Staudengarten als eine Art Mustergarten für die Bevölkerung dar. „Als Kommune, die sich dem Umweltgedanken verschrieben hat, ist der Staudengarten im Stadtpark an öffentlicher Stelle eine gute Sache.“

Neben dem Staudengarten im Stadtpark kümmert sich der Förderverein um viele weitere ökologische Projekte. So entstand auf der gegenüberliegenden Seite des Stadtgrabens, an der Stiftskirche, eine Blühwiese, die ein Paradies für Schmetterlinge darstellt. Auch um die ökologische Aufbereitung der Wegestreifen und der Regenrückhaltebecken kümmert sich der Verein. „Je mehr man sich mit den ökologischen Projekten beschäftigt, umso mehr Ideen bekommt man. Wir haben ein gutes Miteinander zwischen Förderverein und Stadt und ich finde, hier ist ein großartiges Vorzeigeprojekt entstanden“, sagte Bernd Kemper, bevor es dann mit der Pflanzaktion losging.

Dabei hielten sich die Seniorinnen aber aus gesundheitlichen Gründen zurück, ehe sich zum Ende dann doch noch eine Bewohnerin eine englische Minze schnappte und in das Hochbeet pflanzte. „Der Staudengarten ist eine tolle Motivation für unsere Bewohner, einen Spaziergang zu unternehmen. Die Strecke ist angemessen und es blüht immer etwas anderes“, so Petra Tekampe am Ende der Aktion.

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