Berater in Sachen Rente

Ehrenamt

"Ich finde es schön, wenn ich Menschen weiterhelfen kann." – So einfach ist Norbert Schlattmanns Antwort auf die Frage, warum er sich ehrenamtlich als Versichertenberater für die „Deutsche Rentenversicherung Bund „engagiert, den Versicherten Fragen zu ihrer Rente beantwortet und beim Ausfüllen der Anträge behifllich ist.

VREDEN

10.08.2012, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Berater in Sachen Rente

Norbert Schlattmann ist Versichertenberater.

Der „Normalfall“ der Beratung ist der, dass die Versicherten ein halbes Jahr vor Eintritt der Rente zu ihm kommen. „Aber vermehrt informieren sich viele im Alter von Mitte, Ende 50“, hat Schlattmann bemerkt. Auch junge Frauen, die ihre Kindererziehungsberücksichtigungszeiten abklären möchten, nutzen oft das Angebot der Beratung. Und dies sei auch wichtig, betont der Vredener. Es gelte halt immer genau abzuklären, „ob Lücken da sind, oder ob keine Lücken da sind“. Aus der Renteninformation, die die Versicherten jährlich erhalten, könne eine Tendenz, eine Entwicklung abgeleitet werden, wie es in einigen Jahren um die eigene Rente bestellt sei, erläutert der Versichertenberater. Aber mit einer Beratung zu eventuell notwendiger privater Vorsorge müssen die Versicherten bei ihm nicht rechnen: „Das blocke ich zu 100 Prozent ab“, macht er deutlich, „das ist Privatsache der Versicherten“. Neutralität ist oberstes Gebot. Sein Auftrag sei ausschließlich die Information über die Leistungen, die der Versicherte zu erwarten habe, und auch dabei zu helfen, den Antrag auszufüllen.

Er hat Freude an seinem Ehrenamt, auch wenn manches Gespräch ihn betrübt stimmt: „Wenn es darum geht, eine Erwerbsminderungsrente zu regeln oder eine Hinterbliebenenrente, dann macht das schon nachdenklich“, sagt Norbert Schlattmann. Dann gelte es, sensibel an die Sache ranzugehen. Wenn Hinterbliebene sich nach dem Todesfall an die Versichertenberater wendeten, werde nicht auf den nächsten Sprechtag verwiesen“, betont er. Ein „schlechtes Gewissen“ müssten die Versicherten sicher nicht haben, weil er ihnen in seiner Freizeit hilft: Die Rentenversicherung zahle den Beratern eine Aufwandsentschädigung. „Aber Idealismus ist auch dabei“, meint er. Wie gesagt, er hilft gern.  Bundesweit sind rund 2600 Versichertenberaterinnen und -berater für die Deutsche Rentenversicherung Bund im Einsatz.  Im Jahr 2011 leisteten die Ehrenamtlichen über 720 000 Beratungsgespräche, über 120 000 Rentenanträge wurden von ihnen aufgenommen.  Wer wissen möchte, an welche Versichertenberater in seiner Nähe er sich wenden kann, kann sich unter der kostenlosen Servicenummer Tel. (08 00) 1 00 04 80 70 informieren, ebenso auf der Internetseite unter dem Stichwort Beratung. 

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