Berufskraftfahrer verliert Kontrolle

13.07.2008, 19:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden Soll ich oder soll ich nicht? Diese Frage hat sich ein 29-jähriger PKW-Fahrer offenbar mehr als einmal gestellt, als er Anfang des Jahres zum Überholmanöver auf der B 70 Richtung Vreden ansetzte. Jetzt musste sich der Vredener wegen Gefährdung des Straßenverkehrs vor dem Borkener Amtsgericht verantworten.

Er war auf dem Rückweg aus dem Ruhrgebiet. Seit Raesfeld fuhren über längere Zeit mehrere Fahrzeuge vor ihm. Auf dem Eiskanal in Borken scherte er mehrmals aus, konnte die PKW wegen des Gegenverkehrs jedoch nicht überholen. Als er wieder ausscherte, kam ihm jemand so dicht entgegen, dass dieser auf die Standspur ausweichen musste. Der Vredener scherte ruckartig wieder ein, geriet ins Schleudern und kam von der Straße ab. Drei Birken und das Auto des Vredeners wurden dabei beschädigt.

Der anfängliche Verdacht, dass der Berufskraftfahrer es darauf anlegte, den entgegenkommenden Fahrer zum Ausweichen auf die Standspur zu nötigen, damit er selbst überholen konnte, bestätigte sich nicht. Als Berufskraftfahrer hätte er in diesem Fall wohl nicht die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, vermutete das Gericht. Der Richter kam zu dem Schluss, dass er durch seine Fahrweise lediglich fahrlässig gehandelt habe, weshalb er eine Geldbuße in Höhe von 100 Euro entrichten muss. Der zunächst angedrohte Führerscheinentzug und eine sechsmonatige Sperre blieben aus. kh

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