Brand in Kuhstall: Fünf Kälber getötet

Großeinsatz für Feuerwehr

Die komplette Feuerwehr Vreden rückte am Donnerstagmittag zu einem Stallbrand aus. Trotz des schnellen Eingreifens kam die Hilfe für fünf Kälber zu spät. Auch der Landwirt wurde verletzt, als er versuchte, seine Tiere zu retten.

VREDEN

, 26.06.2014, 13:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vorbeifahrende Zeugen sahen das Feuer und alarmierten die Feuerwehr. Die fuhr daraufhin mit elf Fahrzeugen und 65 Einsatzkräften zu dem Hof in Köckelwick. „Es ging um Minuten. Nur durch unseren schnellen Einsatz konnten wir schlimmeres verhindern“, sagt Alfred Kemper, Sprecher der Vredener Feuerwehr. In einem Stall hatten sich Strohballen entzündet.70 Kühe bedroht Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stieg aus dem Stall bereits eine dichte Rauchwolke in den Himmel. „Es ging um Minuten, sonst wäre der Stall weg gewesen“, sagt Kemper. Auch der Landwirt habe durch den Einsatz von Feuerlöschern schlimmeres verhindert. Direkt an die Stallungen grenzt das Wohnhaus. 70 Kühe waren massiv von der Rauchentwicklung und den Flammen bedroht. Der Landwirt versuchte daraufhin, die Tiere aus den Ställen zu treiben. Dabei erlitt er eine Rauchgasvergiftung. Der Landwirt wurde vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus eingeliefert.80.000 Euro Schaden Trotz der Rettungsversuche des Landwirts und des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte kam für fünf Kälber jede Hilfe zu spät. Vier verbrannten, eines musste aufgrund von schweren Brandverletzungen durch den Tierarzt eingeschläfert werden. Auch zwei Veterinäre waren vor Ort, um sich um die Tiere zu kümmern. Um den Brand zu löschen, arbeitete die Feuerwehr mit zwei C-Rohren und unter Atemschutz. Damit der Stall nach der starken Rauchentwicklung mit Frischluft versorgen wird, wurde zudem ein Ventilator eingesetzt. Die Kreisstraße 16 war aufgrund der Löscharbeiten zwischenzeitlich gesperrt. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf rund 80 000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an, teilte die Polizei mit.

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