Bremer Platz mitten in der Vredener Innenstadt wird bebaut – so sehen die Pläne aus

mlzEinzelhandel und Wohnen

Vier Pläne für den Bremer Platz standen zur Auswahl, jetzt hat die Politik sich für einen entschieden. Der Entwurf verbindet Einzelhandel und Wohnen. Es gab viel Lob, aber auch Kritik.

Vreden

, 22.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es geht um genau 2357 Quadratmeter mitten in der Innenstadt. Wie dieser Platz genutzt werden soll, wird in der Politik schon lange diskutiert. Jetzt hat sich der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss festgelegt, was auf dem Bremer Platz passieren soll.

Der Entwurf mit dem Namen „Bremer Tor“ wird als einzige Idee weiter verfolgt. Die anderen drei im März vorgestellten Entwürfe sind also vom Tisch. Der Fachausschuss folgt damit der Empfehlung des mobilen Baukulturbeirats, der sich im Juni mit den vier vorliegenden Plänen beschäftigt hatte.

Hinter dem „Bremer Tor“ steckt der gebürtige Vredener Jörg Hannemann, der sein Büro Planer-Bund in Südlohn und Dorsten hat. Er möchte unter anderem die Bremer Straße beibehalten. Das wurde von den externen Experten ausdrücklich gelobt. Deswegen entsteht auf dem Grundstück ein lang gezogenes Gebäude. Geplant sind drei Geschossebenen.

Einzelhandel im Erdgeschoss, Wohnungen in den Obergeschossen

Ins Erdgeschoss soll ein Bioladen mit 600 bis 700 Quadratmetern und ein weiteres Einzelhandelsgeschäft mit 120 Quadratmetern ziehen. So zumindest die Idee. Denn einen festen Ankermieter gibt es bislang noch nicht. „Der Vorhabenträger muss uns einen Frequenzbringer als Ankermieter bieten. Das ist eine zwingende Voraussetzung für die Vergabe des städtischen Grundstücks“, stellte Bernd Kemper, Erster Beigeordneter, in der Fachausschuss-Sitzung klar und erntete damit die Zustimmung aller Fraktionen.

Bremer Platz mitten in der Vredener Innenstadt wird bebaut – so sehen die Pläne aus

Die Idee des Planers: ein Bioladen im Erdgeschoss. © Büro Planer-Bund

In den Obergeschossen sollen Wohnungen entstehen. Elf Maisonette-Wohnungen mit insgesamt 1170 Quadratmetern Wohnfläche sind geplant. „Wir wollen die Familien zurück in die Stadt holen“, erklärte Jörg Hannemann die Größe der Wohnungen, die im Schnitt 100 Quadratmeter groß wären.

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Damit entspricht der Entwurf den Vorstellungen der Stadt, die diese immer wieder geäußert haben. Einzelhandel im Erdgeschoss und Wohnfläche in den Obergeschoss, das war immer der Wunsch. Das stieß auch beim mobilen Baukulturbeirat auf Zustimmung.

Kritik an der Gestaltung der Ecke zum Domhof

Kritik gab es jedoch an der Gestaltung des Gebäudes zum Domhof hin. Die vorspringende Ecke mit vielen Fenster sei zu laut und zu urban, so die Experten. Eine zurückhaltendere architektonische Ausprägung sei wünschenswert. Dem schlossen sich auch Verwaltung und Kommunalpolitiker an. Der Vorhabenträger wurde aufgefordert, das zu überarbeiten.

Bremer Platz mitten in der Vredener Innenstadt wird bebaut – so sehen die Pläne aus

Der Bremer Platz aus der Vogelperspektive. Unten in der Mitte ist der K+K-Markt zu sehen, unten links der Domhof. © Geodatenatlas Kreis Borken

Ebenfalls gearbeitet werden soll an der Parkplatzsituation. Bislang sind 27 ebenerdige Stellplätze vorgesehen. Der Baukulturbeirat hat angeregt, die Möglichkeit einer Tiefgarage zu prüfen. Daran könnte sich eventuell auch die Stadt beteiligen.

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