Chemische Zwangspause

Baustelle

Diese Baustelle hat in den vergangenen Wochen vielen Autofahrern eine mächtige Geduldsprobe abverlangt. Weil die Bundesstraße 70 in Vreden eine neue Decke bekommt, müssen viele Pendler tagtäglich weite Umwege in Kauf nehmen. Kein Wunder, dass der Ärger bei manchen von ihnen jetzt richtig groß war, als sich auf der Baustelle fast nichts mehr tat.

12.09.2014, 18:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Abtragen der alten Straßendecke war dieser Verdacht aufgekommen. Bis er sich jedoch bestätigte, verging einige Zeit – das Material musste zur genauen Analyse chemisch untersucht werden. Bis das Labor die Ergebnisse liefern konnte, ging auf der Baustelle nur noch sehr wendig. Dafür sei aber im zweiten Abschnitt der Baustelle, auf der Strecke nahe Lünten, die Arbeit umso konzentrierter weitergegangen – weil dort die Kräfte gebündelt wurden, so der Landesbetrieb. Schließlich liege jetzt das Ergebnis vor: Tatsächlich sei das Material mit Teer belastet, jedoch nur in geringfügigem Maße. Eine Gefährdung der Umwelt schlossen die Mitarbeiter von Straßen.NRW aus. In vielen Fällen werde solches Material bewusst dazu verwendet, um den Fahrbahn-Unterbau zu bilden – und dabei quasi von oben und nach unten hin „versiegelt“.

Allerdings ist der Zeitplan der Bauarbeiten für den Abschnitt Vreden etwas nach hinten gerutscht – um etwa eine Woche. Von Dienstag an soll es auf dem betreffenden Stück in vollem Umfang wieder weitergehen. Erkennbare Fortschritte macht der andere Teil der Bauarbeiten: In Lünten geht es in die nächste Phase. Das bringt jedoch wieder eine neue Umleitung mit sich: Sie betrifft die Autofahrer, die aus Richtung Alstätte kommend in Richtung Vreden unterwegs sind. Sie müssen voraussichtlich ab kommenden Mittwoch ab dem Kreisel Kreisstraße 52/Kreisstraße 23 auf die K23 in Richtung Ottenstein fahren und werden im weiteren Verlauf wieder Richtung Vreden geführt.

Die Verantwortlichen sind optimistisch, dass die Arbeiten in Lünten in gut drei Wochen abgeschlossen sind. Auch für den Abschnitt in Vreden sind sie optimistisch, diesen Zeitrahmen nun schaffen zu können. Es soll mit Volldampf weitergehen. 

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