Denkanstöße und Dankesworte

Neujahrsempfang in Vreden

Er mag das "Du" lieber als das "Sie" - und nutzt die Nähe zu seinen Zuhörern, um ihnen zwischen aktuellen Fragen und amüsanten Anekdoten eine Botschaft mitzugeben, die sein Leben als Politiker prägte: Dr. Klaus Töpfer rückte beim Neujahrsempfang der Stadt Vreden die Bewahrung der Schöpfung in den Mittelpunkt.

VREDEN

, 17.01.2016, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.

Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.

Der CDU-Politiker steht auch im Alter von 77 Jahren damit in einer Kontinuität, die sein Amt als Bundesumweltminister in der Regierung Kohl ebenso geprägt hat wie als Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Der Politik-Profi hat in seiner langen Laufbahn an vielen Stellen Verantwortung übernommen. "Das geht ja eigentlich nicht, dass meine Vorstellung länger gedauert hat als der Rückblick des Bürgermeisters auf das Jahr 2015 in Vreden", scherzte Töpfer - nicht die einzige mit Humor gewürzte Stelle seiner Rede vor den vielen Gästen aus Politik und Gesellschaft, die am Sonntagmorgen den Weg ins Forum der Sekundarschule gefunden hatten.

Auflockerungen waren aber auch nötig. Denn Töpfer stellte ihnen viele bittere Wahrheiten gegenüber - Erkenntnisse eines Politikers, der die Welt - "eine Welt, die heute in Aufruhr ist" -, nicht nur aus der nationalen Perspektive erfahren hat. Gerade die gewänne aber in Europa wieder an Boden: "Der Traum vom geeinten Europa zerbröselt, es gibt Nationalisierungstendenzen."

Wieder geteilte Welt

Das schmerzt Töpfer sichtlich, der an die Euphorie erinnerte, mit der nach dem Mauerfall eine neue Epoche des Miteinanders zu beginnen schien. Heute sei die Welt wieder in hohem Maße geteilt. Und wohin die Reise geht, verdeutlichte der Gast aus Höxter mit wenigen Zahlen: niedriges Einkommen und niedriges Durchschnittsalter in den südlichen Ländern - allein das mache schon viel von der heutigen Flüchtlingsproblematik greifbar. Er erteilte zugleich einer Abschottung eine Absage.

Töpfer schlug den Bogen weiter zur Umweltpolitik, zeigte die Wechselwirkung mit wirtschaftlichen Fragen auf, plädierte leidenschaftlich für einen Einsatz erneuerbarer Energien in ärmeren Ländern - und empfahl zum Schluss eine Enzyklika von Papst Franziskus zur Lektüre, die den Menschen an seine Verantwortung gemahnt für das, was ihm auf dieser Erde anvertraut ist.

Herausforderungen

Alles Handeln beginnt vor Ort, daran hatte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch in seiner Begrüßung erinnert. Die Herausforderungen würden in Zukunft nicht kleiner, der finanzielle Spielraum aber enger. Dass den Vredenern aber nicht bange um die Zukunft ihrer Stadt sein muss, dazu trägt wohl auch das vielfältige Ehrenamt bei, das der Erste Bürger ausdrücklich lobte: "Engagieren Sie sich weiterhin für Vreden!"

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Neujahrsempfang 2016

Zahlreiche Gäste hatten sich am Sonntagvormittag im Forum der Sekundarschule Vreden eingefunden. Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch konnte sie zu einem abwechslungsreichen Neujahrsempfang begrüßen, bei dem Festredner Dr. Klaus Töpfer einen besonderen Akzent setzte.
10.01.2016
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Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
Der Neujahrsempfang der Stadt Vreden bot die Gelegenheit zu vielen Begegnungen. Die Festrede hielt Dr. Klaus Töpfer.© Foto: Thorsten Ohm
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Viel Applaus brandete auf beim Neujahrsempfang, als es an die Ehrung für hervorragende Leistungen in Sport und Kultur ging. Zahlreiche junge Vredener durften sich nicht nur über eine Auszeichnung freuen, sondern sich an diesem Tag auch ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Gratulationen gab es auf dem sportlichen Feld für die erfolgreiche junge Reiterin Pauline Wenning, für die D-J

ugend-Wasserballmannschaft des TV Vreden und für die Handballschulmannschaft des Gymnasiums Georgianum.

Kulturell herausragend und deshalb mit einer Auszeichnung dafür bedacht waren zwei Schülerprojekte: Eine Gruppe des Georgianums hatten sich mit dem Thema "Festung Europa" der Asyl- und Flüchtlingsproblematik angenommen; Fünftklässler des Gymnasiums hatten erfolgreich am Schülerwettbewerb "Begegnung mit Osteuropa" teilgenommen.

Ehrenamtspreis

An die Vertreter der Flüchtlingshelfer im Bündnis für Familie ging der Ehrenamtspreis. Diesen überreichte Regionaldirektor Markus Thesing von der Sparkasse in Vreden, die den Preis auch finanziell unterstützt.

Großen Applaus hatten sich an diesem Morgen auch Justus und Martin Gericks verdient, die mit dem Horn und am Klavier für einen ansprechenden musikalischen Rahmen sorgten.

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