Der ehemalige Busbahnhof bekommt eine neue Aufgabe

Umgestaltung

Der Platz an der Ausbachstraße liegt seit dem Umzug des Busbahnhofs vor zwei Jahren brach. Das soll sich jetzt ändern. Die Stadtverwaltung stellt Pläne zur Umgestaltung vor.

Vreden

, 01.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der alte Busbahnhof soll umgestaltet werden.

Der alte Busbahnhof soll umgestaltet werden. © Markus Gehring

Seit zwei Jahren hält an der Ausbachstraße kein Bus mehr. Die Haltestellenschilder am ehemaligen Busbahnhof sind verschwunden, genau wie die Fahrradständer und Unterstellmöglichkeiten. Ansonsten ist dort so gut wie nichts passiert. Doch jetzt kommt die Sache ins Rollen. Der Platz an der Ausbachstraße soll neu gestaltet werden.

Die Pläne werden am Donnerstag, 7. Februar, öffentlich im Bauausschuss vorgestellt. Während am ehemaligen Busbahnhof früher Parken verboten war, damit die großen Fahrzeuge vernünftig wenden konnten, soll das nun explizit erlaubt werden. „Der zwischenzeitlich provisorisch hergerichtete Parkplatz wird gut angenommen, sodass es sich nach Ansicht der Verwaltung empfiehlt, die Fläche als Parkplatz herzurichten“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. 48 Parkplätze sind in dem Plan eingezeichnet.

Hecke statt Zaun an der Berkel

An der Berkel entlang ist ein sechs Meter breiter Aufenthalts- und Gehbereich vorgesehen, der sich von der Ausbachstraße bis zum Eingang in die Innenstadt zieht. Im Moment trennt ein Zaun die Berkel vom gepflasterten Fußweg, in Zukunft soll dort eine rund ein Meter hohe Hecke stehen. Vier Bäume werden hier gepflanzt, zusätzlich zu weiteren Bäumen zwischen den Parkplätzen.

Der Parkplatz mit 48 Stellplätzen wird den größten Teil der Fläche ausmachen. Zwischen Parkplatz und Berkel soll ein Aufenthaltsbereich entstehen.

Der Parkplatz mit 48 Stellplätzen wird den größten Teil der Fläche ausmachen. Zwischen Parkplatz und Berkel soll ein Aufenthaltsbereich entstehen. © Stadt Vreden

Außerdem gibt es die Idee eines Berkelbalkons, der für noch mehr Aufenthaltsqualität sorgen soll. Aber: Laut Sitzungsvorlage wurden die Kosten für diese Maßnahmen pauschal auf 95.000 Euro geschätzt. Das ist der Verwaltung zu teuer. Sie möchte deswegen auf den Berkelbalkon verzichten.

Stadt muss mindestens 128.000 Euro zahlen

Die Gestaltung der Aufenthaltsflächen wird laut Kostenschätzung 145.000 Euro kosten. Dafür gibt es Fördergelder, sodass die Stadt einen Eigenanteil von 58.000 Euro aufbringen muss. Dazu kommen noch 170.000 Euro für den Parkplatz, der nicht förderfähig ist.

Es könnte allerdings auch teurer werden. Als ein Firmengebäude auf dem angrenzenden ehemaligen Parkplatz gebaut wurde, ist nämlich aufgefallen, dass die Böden „hoch belastet“ sind. Auf dem Grundstück stand früher eine Lederfabrik. Falls bei den Arbeiten am ehemaligen Busbahnhof also belastete Böden entsorgt werden müssen, könnten die Kosten in die Höhe schnellen. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Termine und Themen

  • Die öffentliche Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses beginnt am Donnerstag, 7. Februar, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses.
  • Diskutiert wird auch über zwei Bürgeranträge, die sich gegen die Fällung von fünf Bäumen im Umfeld des Rathauses und eines Urweltmammutbaums an der Twicklerstraße richten.
  • Auf der Tagesordnung stehen außerdem die Themen Wirtschaftswegesanierung, Fassadengestaltung der Trendsporthalle am Jugendcampus und die Verlegung eines Gewässers im Industriegebiet Gaxel.
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