Der letzte Gottesdienst in der St. Antoniuskapelle

Profanierung

VREDEN Profanierung im Köckelwicker St. Antoniusheim: Mit Wehmut nahmen rund 100 Besucher am Sonntag beim letzten Gottesdienst Abschied von der St. Antoniuskapelle.

von Von Anne Rolvering

, 01.02.2010, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Priester löschten die Kerzen im Altarbereich und trugen gemeinsam mit den Messdienern und Gottesdienstbesuchern das Allerheiligste in einer Prozession zur Euthymia-Kapelle, die sich im Raum hinter der Cafeteria im Alten- und Pflegeheim des St. Antoniusheims befindet. „Wie immer es in Ihrem Herzen jetzt bestellt ist – ich hoffe, dass es hier in gelungener Weise weitergeführt werden kann“, erklärte Domkapitular Dieter Gerlings, und alle beteten gemeinsam ein „Vater unser“. Solange es seine Gesundheit zulassen wird, wird der 96-jährige Pfarrer em. Johann Ahler auch weiterhin jeden Sonntag um 8.45 Uhr in der Euthymia-Kapelle des St. Antoniusheimes einen Gottesdienst feiern.

Wegen Priestermangels und auch geringerer Kirchenbesucherzahlen kann das Bistum Münster keinen eigenen Pfarrer für die St. Antoniuskapelle stellen, die nicht zur Pfarrgemeinde St. Georg gehört. Daher hat der Trägerverein beschlossen, dass aus dem kirchlichen Raum der denkmalgeschützten Kapelle demnächst ein Speisesaal und Mehrzweckraum wird, wobei die innere und äußere Bausubstanz erhalten bleiben soll.

Lesen Sie jetzt