Deutlich weniger Anmeldungen an Sekundarschule

Schullandschaft in Vreden

Der Trend zum Gymnasium scheint in diesem Jahr wieder gewachsen zu sein. Anders stellt sich die Entwicklung mit Blick auf die Anmeldezahlen für die Sekundarschule dar.

Vreden

, 27.02.2018, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Deutlich weniger Anmeldungen an Sekundarschule

Die Sekundarschule in Vreden © Foto Markus Gehring

Die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen in Vreden sind zu Ende gegangen und die vorläufigen Anmeldezahlen stehen fest. Die Schulleiter zeigen sich damit insgesamt zufrieden.

So wurden an der Sekundarschule 116 Kinder angemeldet, davon kommen zehn nicht aus Vreden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das insgesamt 34 Anmeldungen weniger. Trotzdem sieht Gisela Huning, Leiterin der Sekundarschule, darin einen Grund zur Freude: „Wir werden in diesem Jahr fünfzügig, was wunderbare Klassengrößen ergibt, in denen man gut arbeiten kann.“

Erstaunt habe sie die sehr geringe Zahl an Anmeldungen aus Stadtlohn. „Aber das ist ja zu begrüßen, wenn die Kinder in ihrer Heimatstadt zur Schule gehen“, ergänzt die Vredenerin.

Auch das Gymnasium Georgianum wird im nächsten Jahr hauptsächlich von Vredener Kindern besucht. Denn nur eines der 100 neu angemeldeten Kinder kommt aus einer anderen Kommune. Wie viele fünfte Klassen das Gymnasium bilden wird, konnte Schulleiter Dr. Jürgen Klomfaß am Dienstag noch nicht sagen. „Wenn man sich die Vorgaben anschaut, ist es aber wahrscheinlich, dass vier Klassen gebildet werden“, wagt er eine Prognose.

Neigungsprofile als Faktor

Im vergangenen Jahr hatte es noch 78 Anmeldungen für das Gymnasium gegeben. Der Schulleiter erklärt sich die gestiegenen Anmeldezahlen mit der breiten Aufstellung an Neigungsprofilen, aus der die Schüler wählen können. „Das Europa-Profil wurde von den drei Möglichkeiten Bilingual, Mint und Europa am Häufigsten von den zukünftigen Fünftklässlern gewählt“, sagt Jürgen Klomfaß.

Die St.-Felicitas-Schule konnte bisher nur fünf Anmeldungen verbuchen. Allerdings kommt keine davon aus Vredener Grundschulen, sondern aus umliegenden Grund- und Förderschulen. „Das war in der Regel auch in den vergangenen Jahren schon so“, meint Konrektor Karl-Heinz Nienhoff. Spätere Anmeldungen seien auch keine Seltenheit. Und einige Kinder würden noch auf die Förderschule wechseln, sobald sie merkten, dass das „Gemeinsame Lernen“ an der Sekundarschule für sie nicht so gut klappe.

21 Kinder von den 239, die im Oktober 2017 den vierten Jahrgang der Vredener Grundschulen bildeten, wechseln auf eine weiterführende Schule in Stadtlohn. Auf welche Schulen die übrigen Kinder gehen, wird aktuell bei der Stadt Vreden geklärt. „Wir prüfen gerade, ob sie die vierte Klasse wiederholen, wegziehen, oder einfach noch nicht angemeldet wurden“, erklärt Hubert Krandick von der Fachabteilung Schule.

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