Deutsche und Niederländer feierten in Vreden ein „Nachbarschaftsfest"

mlzGrensztafel

Trotz des Regenwetters kamen viele Grenzbewohner zur „grünen Grenze" und feierten dort auf Einladung der Euregion ein Fest der Begegnung. Dabei gab es eine lange Tischreihe über die Grenze.

Vreden

, 20.10.2019, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erstmals veranstaltete die Euregio am Sonntag ein deutsch-niederländisches Fest der Begegnung hinter dem Industriegebiet-Gaxel, an der „Grünen Grenze“. Leider regnete es ununterbrochen, daher kamen nur wenige Radfahrer zum beheizten Pavillon auf der Parkfläche, die vielen Vredenern und Niederländern als beliebter Ausflugstreffpunkt bekannt ist.

„Eine Tischreihe über die Grenze laufen zu lassen – mit Essen, Trinken und Musik, für Menschen beiderseits der Grenze“ - diese Idee der Siegergruppe wurde nun von der Euregio in die Tat umgesetzt. „Die Idee zur Grensztafel entstand beim Youth Battle, einem Wettbewerb für junge Menschen, der im vergangenen Jahr vom deutsch-niederländischen Kommunalverband Euregio durchgeführt wurde,“ erläuterte Jan-Christoph Wolber von der Siegergruppe.

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Er war bei der Eröffnung der Veranstaltung mit Euregio-Geschäftsführer Christoph Almering, Johannes Röring (MdB) und den beiden Bürgermeistern Dr. Christoph Holtwisch (Vreden) und Joris Bengevoort (Winterswijk/NL) auf der Bühne. Christoph Almering freute sich mit Johannes Röring und den beiden Bürgermeistern, dass das Zelt trotz des Regenwetters gut gefüllt mit Besuchern war.

Alle wünschten den Teilnehmern einen guten Austausch. „Ich schlage vor, das Fest im kommenden Sommer zu wiederholen,“ sagte Bürgermeister Bengevoord. Vredens Bürgermeister entgegnete, die deutsch-niederländische Zusammenarbeit hier an der Grenze sei deutlich besser als das Wetter.

Deutsche und Niederländer feierten in Vreden ein „Nachbarschaftsfest"

Bei der Eröffnung der „Grensztafel“ von links nach rechts: Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch, Christoph Almering (Geschäftsführer Euregio), Jan-Christoph Wolber (Siegergruppe Youth Battle), Bürgermeister Joris Bengevoort (Winterswijk/NL) und Johannes Röring (MdB). © Anne Rolvering

Die Ahauserin Celine Bomers hatte im letzten Jahr ebenfalls am Euregio-Jugendwettbewerb teilgenommen. Sie war mit ihrer Familie zur Grensztafel gekommen und unterhielt sich mit dem Ehepaar Hangbroek aus Lichtenvoorde. „Wir haben uns direkt zu unseren deutschen Nachbarn an den Tisch gesetzt, vor 50 Jahren war das nicht so leicht wie heute,“ hob Coren Fenna Hangbroek hervor.

Die beliebten Grenzsteinwanderungen waren auch eine Thema

Am Nachbartisch lernten sich währenddessen Jan Boeijink aus Winterswijk-Woold und Jörg Geesink aus Vreden-Gaxel kennen. Beide unterhielten sich über Grenzstein-Wanderungen, die bei Deutschen und Niederländern großen Anklang gefunden hätten.

Deutsche und Niederländer feierten in Vreden ein „Nachbarschaftsfest"

Celine Bomers (zweite von links) war mit ihrer Familie aus Ahaus zur „Grensztafel“ gekommen und lernte dort das Ehepaar Hangbroek aus Lichtenvoorde/NL (vorn) kennen. © Anne Rolvering

Die Kinder von Jörg Geesink beschäftigten sich mit den Spielmöglichkeiten. Immer wieder kamen neue Grenznachbarn ins Euregio-Zelt und freuten sich über die kostenlose Bewirtung.

Es gab Pulled-Pork-Burger, alkoholfreie Getränke, Kaffee und ein Kuchenbuffet. Auf der Bühne sorgten Salip Tarakci und Isabelle Wolff für die musikalische Unterhaltung. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig, dass im nächsten Jahr wieder eine „Grensztafel“ angeboten werden sollte, dann aber lieber im Sommer und hoffentlich ohne Regen.

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