Die Jugendarbeit zählt

Vreden Möglichst gerecht und transparent solle die Sportförderung gestaltet werden und eines in den Blickpunkt rücken: Die von den Vereinen geleistete Jugendarbeit. So fasste Erster Beigeordneter Dr. Christoph Holtwisch in der Ratssitzung die Arbeit der eigens eingerufenen Kommission zusammen.

21.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Die Weichen in der Sportförderung sind neu gestellt: Vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll honoriert werden - in noch stärkerem Maße, wenn die Übungsleiter eine Lizenz für ihre Tätigkeit erarbeitet haben. Mathmann</p>

<p>Die Weichen in der Sportförderung sind neu gestellt: Vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll honoriert werden - in noch stärkerem Maße, wenn die Übungsleiter eine Lizenz für ihre Tätigkeit erarbeitet haben. Mathmann</p>

Das von der Kommission nach mehrmonatiger Beratung vorgeschlagene "Vier-Säulen-Modell" wurde am Mittwoch vom Rat einstimmig beschlossen, wenn es auch im Detail unterschiedliche Meinungen gab. Klarheit, wie viel Geld genau von der Stadt in die Vereinskasse fließen wird, gibt es indes noch nicht: Der Rat muss noch im Rahmen der jetzt anstehenden Haushaltsberatungen darüber entscheiden, ob im Jahr 2008 insgesamt 75 000, 100 000 oder sogar 125 000 Euro für die Sportförderung ausgegeben werden sollen.

Die Gesamtsumme soll dann - und das steht fest - prozentual umgelegt werden auf die Vereine mit Hilfe von drei Förderelementen: Bewirtschaftungskosten, Mitgliederzuschuss pro Mitglied unter 18 Jahren und Zuschuss für lizensierte Übungsleiter. Die Festlegung der prozentualen Höhe der drei Förderelemente bezeichnete Holtwisch als "Stellschrauben", über die politisch zu entscheiden sei. Für die CDU mit ihrer Mehrheit sprach sich Bernd Schlipsing für einen Anteil von 55 Prozent für die Bewirtschaftungskosten, 20 Prozent für die Übungsleiter und 25 Prozent für die jugendlichen Mitglieder aus. Die Opposition hätte den Vorschlag der SPD - 50 Prozent Bewirtschaftungskosten und 30 Prozent für jugendliche Mitglieder - bevorzugt.

Die vierte Säule der Sportförderung bildet die - insgesamt gesehen kostenneutrale - Hallennutzungsgebühr. Die CDU beantragte, diese auf einen Euro pro Stunde - die Kommission hatte zwei Euro vorgeschlagen- festzulegen. Die Gebühr soll laut Kommission ein Anreiz zu effektiver Nutzung der Hallenzeiten durch die Vereine sein und Hallenleerstände vermeiden helfen. Um die Summe, die die Stadt an Gebühren einnimmt, soll die Gesamtsumme der Sportförderung angehoben werden.

"Ein gewisser Betrag sollte da stehen", signalisierte Heinz Gewering (CDU) Zustimmung. "Das ist ein negatives Druckmittel", lehnte Reinhard Laurich für die SPD ab. "Das ist doch nur ein fiktiver Euro", bewertete Andreas Wethmar (UWG) die Gebühr anders. ewa

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