Drama bei der Brautkleid-Anprobe und tiefenentspannter Endspurt

mlzKolumne Brautnah

Bei der Brautkleid-Anprobe hat sich ein Drama abgespielt, aber nicht bei Redakteurin Victoria Thünte. Die blickt ihrer Hochzeit vielmehr tiefenentspannt entgegen.

Vreden

, 01.10.2019, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Kleid passt nicht! Dieser Schluchzer kam zum Glück nicht von mir, sondern von einer anderen Braut aus einer anderen Kabine. Während die Schneiderin mein Kleid absteckte, wollte die andere Frau eigentlich ihr fertig geändertes Kleid abholen und ein letztes Mal vor der Hochzeit anprobieren.

Aber sie kam und kam einfach nicht mehr aus der Kabine. Tränenüberströmt streckte sie schließlich ihren Kopf durch den Vorhang. Viel zu eng, so ihr Urteil.

Eine komische Situation für mich. Denn ich genoss es gerade, mich in meinem Kleid im Spiegel zu bewundern. Zehn Monate nach dem Kauf hatte ich es beim Abstecktermin zum ersten Mal wieder an.

Gefällt das Brautkleid nach zehn Monaten immer noch?

Vorher war ich doch etwas nervös, ob es mir wohl noch gefallen würde. Tatsächlich kam ich in den Laden und dachte sofort: Das Kleid ist auch schön und das auch, das hätte ich gerne mal angezogen. So viele verpasste Chance, so viele tolle Kleider.

Aber als ich dann mein Braukleid endlich wieder anhatte, war ich mega zufrieden. Es passt einfach perfekt zu mir. Es betont die Stellen, die sich betonen lassen, und kaschiert die anderen. Dadurch macht es eine tolle Silhouette und auch vom Stil passt es zu unserer Hochzeit.

Die Vorfreude steigt, das Stress-Level nicht

Seit diesem Abstecktermin steigt die Vorfreude auf den großen Tag. Die Tage werden gezählt, ein Häkchen nach dem anderen kann ich auf die To-Do-Liste setzen. Und tatsächlich schaffe ich es bislang, mich nicht stressen zu lassen. Ich bin tiefenentspannt.

Ich habe das Gefühl, das alles gut organisiert ist. Ich vertraue den Dienstleistern, den Trauzeugen und meinem Notizbuch. Seit Monaten schreibe ich jede Frage, jedes Problem, jede Info auf. Nach und nach wurde dann alles abgearbeitet. Im Moment glaube ich, dass mich nicht einmal ein zu enges Brautkleid aus der Ruhe bringen könnte. Mal schauen, ob ich in zwei Wochen auch noch so entspannt bin...

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