Drei Unfälle in den letzten 20 Monaten zwischen Ottenstein und Lünten

Kreuzung B 70/K 23

Zwei große Verkehrsstraßen treffen sich zwischen Ottenstein und Lünten, dazu liegt die Kreuzung im Bereich einer Kurve. Ein erhöhtes Unfallrisiko? Nein, sagt der Kreis Borken.

Vreden

, 24.07.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
An dieser Kreuzung zwischen Ottenstein und Lünten treffen sich die K 23 und die B 70.

An dieser Kreuzung zwischen Ottenstein und Lünten treffen sich die K 23 und die B 70. © Markus Gehring

Zwischen Lünten und Ottenstein quert die Kreisstraße 23 die Bundesstraße 70, die Vreden und Alstätte miteinander verbindet. Zwei große Straßen bedeuten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen an dieser Kreuzung. Aufgrund der Kurve im Kreuzungsbereich sehen einige Verkehrsteilnehmer an dieser Stelle ein erhöhtes Unfallrisiko, wie ein Leser der Redaktion berichtete.

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Der Kreis Borken sieht das anders und verweist darauf, dass im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. Juni 2020 genau drei Unfälle bekannt sind. „Das belegt, dass die Stelle kein Unfallhäufungspunkt ist“, erklärt Karlheinz Gördes, Pressesprecher des Kreises. Maßnahmen zur Gefahreneindämmung seien daher nicht vorgesehen. „Einzelne Situationen können sehr kritisch sein“, gibt er dennoch zu bedenken.

Ein Unfall mit Todesfolge

Die drei Unfälle, die an dieser Kreuzung in den letzten viereinhalb Jahren passierten, fallen alle in den Zeitraum der letzten 20 Monate. Einen schweren Verkehrsunfall gab es im Mai 2019. Eine Unfallbeteiligte kam ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Der bis heute letzte dokumentierte Unfall ereignete sich im Januar dieses Jahres.

Auch Straßen.NRW sieht in der Kreuzung keinen Risikopunkt, daher werde von der Unfallkommission nichts unternommen. „Unsere Straßenmeisterei kontrolliert allerdings alle 14 Tage alle Streckenabschnitte. Wenn es Probleme gibt, werden diese beseitigt“, verspricht Pressesprecherin Claudia Scholten. 2014 wurde die Kreuzung bei den Bauarbeiten auf der B 70 zwischen Alstätte und Vreden saniert.

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