Eine 3 für die Vredener Innenstadt

Citymanagement

Eine Passantenbefragung sollte den Blick auf Stärken und Schwächen der Vredener Innenstadt lenken. Das Citymanagement wollte damit Erkenntnisse für seine weitere Arbeit gewinnen. Das Ergebnis fiel nicht nur positiv aus.

VREDEN

, 25.09.2017, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wenn die Innenstadt von Vreden mit einem hohen Freizeitwert punkten kann, kommt das auch dem Einzelhandel zugute, zeigt sich Citymanagerin Aylin Meßing-Branse überzeugt.

Wenn die Innenstadt von Vreden mit einem hohen Freizeitwert punkten kann, kommt das auch dem Einzelhandel zugute, zeigt sich Citymanagerin Aylin Meßing-Branse überzeugt.

Eine Schulnote bringt es am Ende auf den Punkt: Die Vredener Innenstadt bekam von den Passanten eine 3,1 – ein Durchschnittswert, aber einer mit Aussagekraft. „Die Vredener selbst nutzen ihre Innenstadt eher zur Nahversorgung. Besucher von auswärts sind eher unterdurchschnittlich vertreten“, berichtet Citymanagerin Aylin Meßing-Branse.

Sie sagt ganz offen: „Das ist vielleicht kein so tolles Ergebnis. Aber es zeigt uns, wo wir stehen.“ Und wo sich Handlungsbedarf erkennen lässt. Das Fazit aus der Untersuchung lautet für die Citymanagerin: Vreden kann insbesondere den Freizeitwert der Innenstadt noch weiter ausbauen, was dem Einzelhandel wiederum zusätzliche Kunden bringen kann. Die Aussagen von 536 Befragten sind in die Untersuchung eingeflossen – in Vreden selbst 322 Passanten, darüber hinaus in Stadtlohn 102, in Ahaus 70 und in Winterswijk 69.

Aufenthaltsfunktion

83 Prozent der in Vreden Befragten leben auch in der Widukindstadt – ein verhältnismäßig hoher Wert. Neben dem Konsum stellen Freizeitaktivitäten und Zeitvertreib die häufigsten Gründe für den Besuch der Stadt dar. Aylin Meßing-Branse: „Das zeigt, dass die Aufenthaltsfunktion der Innenstadt immer wichtiger wird.“

Warum kaufen die Menschen in Vreden ein? Für die Mehrheit liegt der praktische Vorteil schlichtweg in der Nähe. Die Atmosphäre oder die Freizeitmöglichkeiten spielen hingegen eher eine untergeordnete Rolle für die Entscheidung, die Stadt zum Einkaufen anzusteuern.

Angebotsmängel

Was die Befragten am deutlichsten bemängelt hätten, sei das Einzelhandelsangebot. Das steht in Zusammenhang mit dem Kaufverhalten: Mittelfristiger Bedarf werde woanders gekauft, kurzfristiger Bedarf in Vreden. 80 Prozent der Befragten vermissen Angebote im Bereich Fashion, Wäsche und Elektro. Gastronomie sei dabei ebenfalls ein Thema, so das Ergebnis der Befragung.

Diese richtete sich übrigens auch an die Gewerbetreibenden selbst – allerdings in schriftlicher Form. „Die Resonanz hat mich enttäuscht“, sagt Aylin Meßing-Branse zum Rücklauf: Lediglich 34 Gewerbetreibende hätten die Chance genutzt, mit einer Beantwortung auf die künftige Ausrichtung des Citymanagements Einfluss zu nehmen. Angeschrieben worden waren 230.

Unterschiedliche Wahrnehmung

Was im Ergebnis auffalle, sei die unterschiedliche Wahrnehmung von Besuchern und Gewerbetreibenden zum Beispiel beim Thema Erreichbarkeit mit dem PKW: Die Kunden würden diese viel positiver bewerten als der Einzelhandel selbst. Die Gewerbetreibenden konnten auch Wünsche an das Citymanagement richten.

Da habe sich eine hohe Übereinstimmung mit den bestehenden Zielen gezeigt. Und in Sachen Schulnote lagen die Händler ganz nah an den Kunden: Sie gaben eine glatte Drei.

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