Ellewick zapft Fördertöpfe an

Zuschüsse bewilligt

Da durften sich die Aktiven der Bürgergenossenschaft in Ellewick freuen: Mittel aus gleich zwei Fördertöpfen fließen, um die Entwicklung in dem Vredener Ortsteil weiterzubringen. Das Geld kommt nicht nur dem „Wirtshaus“ zugute.

ELLEWICK

, 18.08.2017, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Zwei bewilligte Förderungen für ein Zukunftsdorf: Das ist einmalig in Ellewick und Crosewick“, schreibt die Bürgergenossenschaft in ihrer Pressemitteilung. Der kleine Geldregen kommt nicht ohne Grund zustande: Die Bürgergenossenschaft war ins Rennen um die Fördermittel gegangen. Die Zuschüsse sind deshalb auch an konkrete Projekte gebunden.

Was also soll sich zusätzlich tun, um Ellewick-Crosewick attraktiv zu gestalten? Diese Antwort fällt bei einer der beiden Förderungen eher offen aus, wie auch Daniel Terwersche von der Genossenschaft weiß: „Das ist zwar noch etwas abstrakt, aber doch sehr spannend.“ Die finanzielle „Hausmarke“ steht aber fest: 8,9 Millionen Euro verteilen sich auf 13 Vorhaben im ländlichen Raum, von denen eines Ellewick ist.

Planungen fortsetzen

Die Fachhochschule Münster verwirklicht damit ihr Projekt „Münster. Land. Leben.“, das Geld kommt aus der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“. Die Stoßrichtung des Ellewicker Projekts ist digital. „Da wird es um Fragen der Daseinsvorsorge gehen“, sagt Daniel Terwersche. Der Startschuss dafür soll Anfang 2019 fallen. Etwas tun wird sich aber schon eher, denn erste Maßnahmen kommen schon bald zum Tragen. 

Die Gelder aus der zweiten Zuwendung legen den Schwerpunkt im Bereich des „Wirtshauses“: Ein Mehrgenerationen-Biergarten soll dort entstehen, auch hält die Digitalisierung verstärkt ihren Einzug. Eine Ladestation für E-Bikes soll die Mobilität im Dorf fördern. Das vierte Projekt verbindet sich mit den Plänen, den „roten Platz“ gegenüber des „Wirtshauses“ zu verschönern: Eine Pergola entsteht dort.

Geduld erforderlich

„Wir freuen uns darauf, diese Vorhaben zu verwirklichen“, erklärt Daniel Terwersche. Die Planungen dafür sollen jetzt mit Sorgfalt vorangetrieben werden. Er zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung sehr glücklich darüber, dass es mit den beiden Förderungen geklappt hat: „Wir mussten Geduld haben, aber es ist am Ende doch noch etwas geworden.“

Das Konzept „Münster. Land. Leben.“ der Fachhochschule Münster rückt Gesundheitsversorgung, Teilhabe und Wohlbefinden im ländlichen Raum in den Mittelpunkt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert zudem direkt die Bürgergenossenschaft mit einem fünfstelligen Betrag. Im Bescheid heißt es unter anderem dazu: „Mit der Bürgergenossenschaft und dem Wirtshaus 2030 soll gezeigt werden, dass auch ein kleines Dorf gemeinsam viel füreinander erreichen kann.“

Diskutieren können alle Interessierten darüber beim nächsten „Dorfgeschnatter“ am 22. September ab 20 Uhr im „Wirtshaus“, Lindenallee 32.

 

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