Elternzeit wird genutzt

Vreden Zum einen sind es statistische Zahlen, zum anderen aber auch die weniger messbaren Erfolge in der Bewusstseinsschaffung für die Belange der Gleichstellung zwischen Mann und Frau, die der so genannte "Frauenförderplan" schriftlich fixiert.

07.07.2008, 19:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem "Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-Westfalen" - erlassen im November 1999 - sind die Städte und Gemeinden verpflichtet, einen Frauenförderplan zu erstellen, fortzuschreiben - und Bericht darüber zu erstatten. Dies stand an auf der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause: Eine Zwischeninformation über die Umsetzung des Frauenförderplans, dessen dritte Auflage im April 2077 in Kraft getreten war, gab Fachbereichsleiter Hermann Schwering.

Männer an der Spitze

Dabei dürfte den Kommunalpolitikern das Meiste bekannt vorgekommen sein. Nicht, dass nicht der Wille zur Gleichstellung vorhanden sei - im überschaubaren Rathaus-Mitarbeiterteam ist personeller Wechsel eher selten, so dass sich an der grundsätzlichen Lage kaum etwas geändert hat. Unterrepräsentiert sind Frauen überwiegend in den Spitzenpositionen. Von Männern dominiert ist auch der technische Bereich in der Stadtverwaltung. Gleichwohl, wie Schwering anmerkte, eine zusätzliche, befristete Stelle mit einer Stadtplanerin besetzt worden sei. Auch eine unbefristete Vollzeitstelle im Sozialbereich sei mit einer Frau besetzt worden, versucht werde auch im Bereich "Handwerker/Hausmeister" eine Stelle mit einer weiblichen Kraft zu besetzen. Im mittleren Verwaltungsdienst sowie im Reinigungsdienst sind die Frauen in der Überzahl - soweit zur Statistik.

Aber es geht um weit mehr als allein die "Frauenquote": Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Baustein. Nach der Einführung des Elterngelds sei ein Mitarbeiter des Bauhofes nun in einer einjährigen Familienphase, angekündigt sei eine mehrmonatige Elternzeit auch von einem Mitarbeiter der Bäderanlage, berichtete Schwering von den Auswirkungen des Bundesgesetzes in der Rathausbelegschaft. Erfolgeich angelaufen sei auch das Projekt zur Betreuung von Kindern in Grundschulalter während der Sommerferien: Zwei Kinder von Rathaus-Mitarbeitern würden zurzeit betreut. Und auch die Wiedereingliederung in den Beruf nach der Familienphase sei durch das erfolgreich eingeführte Drei-Phasen-Modell verbessert worden.

Denkanstöße

Einzelne Maßnahmen des Frauenförderplans seien durch konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Gleichstellungsbeauftragten Ria Sönnekes und der Verwaltungsspitze mit guten Ergebnissen durchgeführt worden, bilanzierte Schwering, und auch Denk- und Veränderungsprozesse seien in Gang gesetzt worden. ewa

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