Jubel beim EM-Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal. © Raphael Kampshoff
Wiederholung nicht ausgeschlossen

EM-Sommerbühne: „Das Feiern hat den Leuten in Vreden gefehlt“

Fußball, Feiern und etwas Kultur: Die EM-Sommerbühne in Vreden ist nach vier Wochen Geschichte. Jetzt ziehen die Macher ein positives Fazit – und eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

„Das war aus unserer Sicht auf jeden Fall positiv“, zeigt sich Rolf Elsing vom Organisationsteam, das die EM-Sommerbühne auf die Beine gestellt hat, durchweg zufrieden. Wirtschaftliche Zahlen würden zwar noch nicht vorliegen, aber Elsing hat „ganz viele glückliche und ganz viele verschiedene Menschen“ gesehen.

Bei der EM-Sommerbühne drehte sich nämlich anders, als der Name es zunächst vermuten lässt, eben nicht alles um die Fußball-Europameisterschaft. „Wir haben da zusammen ein buntes Programm auf die Beine gestellt“, erklärt Elsing.

Das führt er darauf zurück, dass neben ihm und Michael Meyerink noch diverse andere Akteure mit im Boot waren, darunter auch die Stadt Vreden. „Da war für jeden etwas dabei und das Wetter hat auch mitgespielt.“

Das Achtelfinale war nicht das einzige Highlight

Highlight war natürlich das EM-Achtelfinale Deutschland gegen England. Hierfür wurde eigens eine Straße abgesperrt. So konnten statt der eigentlich zugelassenen 550 sogar 600 Besucher die Schützlinge des damaligen Bundestrainers Jogi Löw anfeuern.

Einzig gebracht hat es nichts, dann war bekanntlich Schluss für die Nationalmannschaft. „Wir hätten uns natürlich über ein paar mehr Spiele gefreut“, so Elsing – nicht nur aus kaufmännischer Sicht. „Aber wir hatten auch so ein gutes Programm und die Leute sind nach dem langen Lockdown ausgehungert nach Veranstaltungen, nach Festen.“

Seit Montag wird die EM-Sommerbühne abgebaut.
Seit Montag wird die EM-Sommerbühne abgebaut. © Rolf Elsing © Rolf Elsing

Bestes Beispiel, berichtet Elsing, sei eben jenes Achtelfinale gewesen. Die Partie war noch nicht abgepfiffen, da kamen schon Nachfragen, ob im Anschluss noch gefeiert werden könne – Niederlage hin oder her.

Wiederholung im Zelt?

Aber auch den Abend mit der Live-Band Jackfire hebt Elsing positiv hervor. Oder die Lesung der Bücherei: „Da waren vielleicht 100 Leute da, aber das waren Gäste, die wir zu den anderen Veranstaltungen eher weniger gesehen haben.“

Auch das Kinder-Kino, in dessen Rahmen der Zeichentrick-Klassiker „König der Löwen“ gezeigt wurde, war ein Höhepunkt der vergangenen Wochen. Nicht zuletzt sorgten Schützenvereine und Feuerwehr am Sonntag für einen zünftigen Ausklang.

Und was ist im nächsten Jahr? Dann steht bekanntlich die Fußball-Weltmeisterschaft im Wüstenstaat Qatar an, wenngleich diese im November beginnen wird. Hier gebe es erste Ideen, aber noch keine konkreten Pläne, gibt sich Elsing zurückhaltend: „Wahrscheinlich werden wir nichts unter freiem Himmel machen. Wir denken über ein Zelt nach. Aber das sind erstmal nur Gedankenspiele.“

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