Es ist relativ ruhig geblieben am 1. Mai an der Schützenhalle Köckelwick

1. Mai Vreden

Im Großen und Ganzen ist es ruhig geblieben am 1. Mai an der Schützenhalle Köckelwick. Rund 300 junge Menschen feierten an „dem“ Treffpunkt nach dem Maiausflug. Und ließen viel Müll liegen.

02.05.2019, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Es ist relativ ruhig geblieben am 1. Mai an der Schützenhalle Köckelwick

An der Schützenhalle Köckelwick hinterließen die jungen Maiausflügler jede Menge achtlos weggeworfenen Müll. © privat

Seit es an einem 1. Mai vor einigen Jahren zu Schlägereien zwischen den alkoholisierten Feiernden und somit auch zu Polizeieinsätzen gekommen war, haben Ordnungsamt Vreden, Jugendwerk Vreden und auch die Polizei immer auch ein Auge auf den Partytrubel an der Schützenhalle in Köckelwick. In diesem Jahr sei alles im Großen und Ganzen in ruhigen Bahnen verlaufen, heißt es am Tag nach dem 1. Mai bei den Ordnungshütern von der Stadt und des Jugendwerks.

Das Gelände rund um die Schützenhalle ist „der“ Treffpunkt für Jugendliche und junge Menschen, die vormittags mit ihren Bollerwagen und vielen Getränken durch die Vredener Lande ziehen und dann den Maifeiertag dann in Gesellschaft auf dem Platz in Köckelwick ausklingen lassen.

Rund 300 Menschen – eventuell ein paar weniger als im vergangenen Jahr – waren am frühen Nachmittag zur Schützenhalle gezogen. Stefan Busch und Klaus Ahler vom Ordnungsamt waren am frühen Nachmittag zugegen, auch der Bezirksbeamte der Polizei und auch dann und wann ein paar Beamte mit Streifenwagen. Für das Jugendwerk waren Markus Funke und Alex Kling unterwegs, nicht nur an der Schützenhalle, auch an anderen bekannten Treffpunkten und „1.-Mai-Wanderrouten“. „Das machen wir seit 20 Jahren“, betonte Markus Funke im Gespräch mit der Redaktion.

Kaum Ausflügler an der Teufelsschlucht

An der Teufelsschlucht sei kaum etwas los gewesen, und an der Schützenhalle in Köckelwick seien die Leute „gut drauf“ gewesen, so der pädagogische Leiter des Jugendwerks. Es gab keine Schlägereien, zwei Leute hatten sich in die Hand geschnitten und mussten im Krankenwagen behandelt werden, der Alkoholpegel war hoch und „bei manchen übertrieben“, fasste er zusammen. Ein paar verbale Auseinandersetzungen galt es zu schlichten, aber: „Ich bin zufrieden“, lautete seine persönliche Bilanz. Stefan Busch pflichtet aus Sicht des Ordnungsamts bei. Einschreiten mussten die Ordnungskräfte auch nicht, was die Lautstärke der Musikanlagen anging. Im Vorfeld hatte die Stadt Vreden auf ihre „Spielregeln“ für den 1. Mai hingewiesen und in Aussicht gestellt, dass im Fall der Fälle die Eltern der Jugendlichen verständigt werden würden. Die Eltern eines Verletzten wurden informiert – sonst waren keine Anrufe nötig.

Müll achtlos weggeworfen

Wenn Markus Funke auch mit der überwiegend friedlich-fröhlichen Stimmung zufrieden war und auch die Diskussionen mit den Ausflüglern, die um kurz vor 19 Uhr zum Verlassen des Geländes aufgefordert wurden, nicht eskalierten, eins regte ihn dennoch auf: Dass vor dem Hintergrund der „Friday-for-future“-Demonstrationen der jungen Menschen das Partyvolk am 1. Mai alles andere als nachhaltig unterwegs war. „Bier in Holland kaufen, und dann die Dosen sorglos wegwerfen“, beschrieb der Vredener das, was ihn ärgert. Denn eins müsse auch festgehalten werden, beschrieben Markus Funke, Stefan Busch und Bauhofleiter Martin Terbrack unisono: Das Müllaufkommen sei das Gleiche geblieben. Und die fünf vom Bauhof aufgestellten Mülltonnen wurden auch nicht groß beachtet.

Der Bauhof füllte am Donnerstagmorgen einen Anhänger mit den Hinterlassenschaften. Und stellte fest, dass am 1. Mai Verkehrsschiler an der Paul-Keller-Straße in Kleinemast und am Köckelwicker Rundweg/Ecke Oldenkotter Straße Verkehrsschilder beschädigt wurden.

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