Fachbüro soll Vredener Stadtgebiet begutachten

Mobilfunkkonzept

VREDEN Die Stadt Vreden geht einen Schritt weiter in Richtung Mobilfunkkonzept: In einigen Tagen soll der Auftrag an ein Fachbüro vergeben werden, teilte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch am Donnerstag mit.

von Von anne Winter-Weckenbrock

, 22.10.2009, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
An Funkmasten wie diesem in der Weberstraße scheiden sich die Geister.

An Funkmasten wie diesem in der Weberstraße scheiden sich die Geister.

Wie berichtet, soll dieses Mobilfunkkonzept für das Gebiet der Stadt Vreden Wege aufzeigen, die notwendigen Standorte der Sendeanlage so auszuwählen, dass die Belastung der Bürger durch die Strahlung gleichmäßiger verteilt wird. Aufgekommen war die Idee für solch ein Konzept in den Reihen der Bürgerinitiative „Oldenkotter Straße/Ölbachstraße – Für Gesundheitsschutz in Vreden gegen Mobilfunksender in Wohngebieten“, die sich 2008 gegründet hatte, als die Pläne zur Errichtung eines Mobilfunkmastes an der Oldenkotter Straße bekannt wurden.

Dieser Mast konnte letztlich nicht verhindert werden – nach geltendem Baurecht ist er auch an dieser Stelle zulässig. Auch ein Mobilfunkkonzept werde keine „zwingende Bindungswirkung“ für die Errichtung künftiger oder sogar die Verlegung vorhandener Funkmasten haben, betonte die Verwaltung. Trotz dieser Rechtslage sprach sich der Rat für das Mobilfunkkonzept aus – gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, mit dem Städte- und Gemeindebund in Verbindung zu treten: Da dieses Problem sicher viele Kommunen betreffe, müsse an der Gesetzgebung gearbeitet werden, hieß es.

Die Kommunen bräuchten ein bundesrechtlich geregeltes, wirksames kommunales Planungsinstrumentarium. In der Tat seien beim Städte- und Gemeindebund Kommunen mit vergleichbaren Problemen bekannt, teilte Bürgermeister Holtwisch die ersten Ergebnisse aus den Gesprächen mit. Der kommunale Spitzenverband plane nun eine Tagung zum Thema, konnte Holtwisch Bewegung vermelden.

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