Fällaktion am Museum stößt auf Kritik

Eichen weg

Die Stadt hat elf Bäume am Bauernhofmuseum fällen lassen. Die zuvor im Bauausschuss angekündigte Maßnahme verändert aber nicht nur das Erscheinungsbild an dieser Stelle, sondern ruft auch kritische Reaktionen hervor.

VREDEN

, 22.01.2016, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Inzwischen sind auch die Stümpfe fort, die auf diesem Bild noch zu sehen sind.

Inzwischen sind auch die Stümpfe fort, die auf diesem Bild noch zu sehen sind.

Hans Terwort vom Naturschutzbund in Vreden hat kein Verständnis für das Fällen der Bäume. Er könne nicht erkennen, dass dadurch die nebenstehenden Gebäude gefährdet gewesen seien. Traurig ist er über den Verlust der Bäume aber auch, weil damit der Museumsanlage viel von ihrer Urigkeit genommen worden sei: "Eichen sind für westfälische Höfe doch typisch, und es hat Jahre gebraucht, bis sie so gewachsen waren." Letztlich habe auch die Natur einen großen Verlust durch die Bäume.

Enttäuscht: Nicht einmal kritisch diskutiert

Enttäuscht zeigte sich Hans Terwort auch davon, dass im Vorfeld keine kritische Diskussion im zuständigen Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt entstanden sei. Harker hätte zudem mehr Transparenz bei der Stadt erwartet, wenn es um andere Baumfällungen geht wie etwa bei einer Linde an der alten Post. In Gesprächen am Bauhof sei davon nicht die Rede gewesen.

Frage des Schadens

Joachim Hartmann, Leiter des Fachbereichs Bauen, weist die Kritik zurück. Ausschlaggebend für die Fällaktion sei gewesen, dass durch die Bäume die Gebäude in der Bauernhofanlage zunehmend Schaden zu nehmen drohten. Einige seien zudem nicht mehr standsicher, weil sie auf erhöhtem Gelände stünden. Ästhetische Gesichtspunkte seien nicht entscheidend gewesen. Die Ablage profitiere aber auch in dieser Hinsicht davon.

Zur Linde an der alten Post sagte er, dass schon vor Monaten die Stadt damit an die Öffentlichkeit gegangen sei: "Da hatte der Sturm so hineingehauen, dass der Baum nicht mehr standsicher war.

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