Das Karussellfahren soll beim Pop-Up-Freizeitpark im Fokus stehen. Auf dem Bierbaumgelände wäre Platz für sieben bis acht Großfahrgeschäfte. © Stephan Rape
Pop-Up-Freizeitpark

Freizeitpark kommt nach Vreden: 10 Tage, 50 Schausteller, kein Alkohol

Es soll keine Ersatz-Kirmes sein, dafür ist das Konzept zu anders. Der Freizeitpark, der vorübergehend aufgebaut wird, soll aber Familien Abwechslung bieten und den Schaustellern helfen.

Die Infektionszahlen sinken, doch die Vredener Kirmes 2021 wird dennoch nicht stattfinden. Das betonte Bürgermeister Tom Tenostendarp in der Ratssitzung am Dienstagabend: „Die Absage ist nach wie vor die richtige Entscheidung, gerade mit Blick auf die Virus-Varianten.“

Der Rat hat entschieden, dass stattdessen ein Pop-Up-Freizeitpark aufgebaut werden soll. Ganz bewusst verzichten die Verantwortlichen hierbei auf den Begriff Kirmes. „Wir machen keine Kirmes. Das Konzept wird sich deutlich abgrenzen von der Kirmes, wie wir sie kennen“, sagte Tom Tenostendarp.

Eintritt, Alkoholverbot und Einbahnstraßenregelung

Die Rahmenbedingungen des Freizeitparks waren bereits mit der Sitzungsvorlage veröffentlicht worden. Diesen hat der Rat mehrheitlich zugestimmt. Vom 28. August bis 6. September, also für genau zehn Tage, werden rund 50 Schausteller nach Vreden kommen. Sie bauen ihre Fahrgeschäfte und Buden auf dem Bierbaumgelände auf, das eingezäunt wird.

Der Eintritt wird einen Euro kosten, die Fahrgeschäfte nehmen ihre regulären Ticketpreise. Aus Rücksicht auf die Anwohner wird der Freizeitpark bis maximal 22 Uhr geöffnet sein. Ein Security-Dienst und das Ordnungsamt sollen für Sicherheit sorgen, die Polizei wird ebenfalls informiert. Aus Coronaschutzgründen soll auf den Wegen eine Einbahnstraßenregelung gelten. Alkohol ist ausdrücklich verboten.

Fokus liegt auf Familien und Schaustellern

Der Fokus bei dem vorübergehenden Freizeitpark soll auf dem Karussellfahren liegen. „Wir wollen ein Angebot für Familien machen, gerade in diesen Zeiten“, sagte der Erste Beigeordnete Bernd Kemper. „Aber wir wollen auch die Schausteller unterstützen und für sie eine Möglichkeit schaffen, ihrem Beruf nachzugehen.“ Deswegen sei die Stadt auch bereit, einen Zuschuss von 10.000 Euro zu zahlen.

Dem stimmte ein Großteil der Ratsmitglieder zu. „Die Schausteller sind für viele Vredener wie Familie“, sagte Gerd Welper (Grüne). Und Reinhard Laurich (SPD) meinte: „Sie sind ein Teil von Vreden.“ Da sei der Zuschuss mehr als gerechtfertigt.

FDP sieht keinen Mehrwert

Nur die FDP sah die Pläne kritisch. „Wir würden sogar Geld an die Schausteller spenden, darum geht es nicht. Aber dieser Freizeitpark widerspricht dem, was wir als Marke Vredener Kirmes aufgebaut haben. Wir sehen da keinen Mehrwert“, sagte Fraktionsvorsitzender Hendrik Mulder.

Die anderen Fraktionen jedoch sprachen sich für den Freizeitpark aus. Heinz Gewering (CDU) gab der Verwaltung noch mit auf den Weg, das Thema Barrierefreiheit im Blick zu haben. Geschotterte Wege seien schließlich zum Beispiel für Rollstuhlfahrer problematisch. Mit drei Gegenstimmen von der FDP wurden die Pläne schließlich beschlossen.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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