Frisierte Roller fuhren über 100 – und waren nicht versichert

„Frisierte“ Roller

Zwei Jugendliche waren am Freitag mit ihren offensichtlich „frisierten“ Motorrollern, viel zu schnell unterwegs. Die drohenden Folgen sind nicht unerheblich.

Vreden

von Schulze Beikel Simone

, 14.12.2020, 13:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei hat zwei "frisierte" Motorroller aus dem Verkehr gezogen.

Die Polizei hat zwei "frisierte" Motorroller aus dem Verkehr gezogen. © Sebastian Ritscher

Mit Motorrollern, die Geschwindigkeiten jenseits der 100 Stundenkilometer erreichen können, waren zwei Vredener am Freitag unterwegs. Aufgefallen waren die 18 und 19 Jahre alten Rollerfahrer gegen 17 Uhr auf der Schulstraße in Vreden. Es folgten Sicherstellungen der mutmaßlich „frisierten“ Kleinkrafträder und Überprüfungen auf einem Rollenprüfstand, wie die Pressestelle der Polizei mitteilte.

Kein Führerschein, keine Versicherung - Strafverfahren

Eine erforderliche Fahrerlaubnis hatten beide nicht. Die Roller waren nicht versichert. Mängel an den Fahrzeugen machten eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr nicht möglich. Nun erwarten die Rollerfahrer Strafverfahren.

Erneut weist die Polizei in diesem Zusammenhang darauf hin, dass neben dem Strafverfahren weitere Folgen für die Betroffenen möglich sind. Insbesondere kann die Führerscheinstelle, der solche Fälle grundsätzlich mitgeteilt werden, bei Zweifeln an der Eignung des Führerscheininhabers- oder -bewerbers Maßnahmen, wie zum Beispiel eine kostenpflichtige medizinisch-psychologische-Untersuchung, anordnen.

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Ebenso kann entschieden werden, dass ein möglicher Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis an eine gewisse „Bewährungszeit“ gebunden wird. Hinzu kommt, dass der notwendige Rückbau ebenso Kosten verursachen kann, wie eine eventuell notwendige Untersuchung des Fahrzeugs durch einen Roller.

Im Falle eines Unfalls muss mit hohen Regressforderungen der Versicherung gerechnet werden.

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