Haus Früchting baut an der Straße Up de Bookholt neu

Ein Schritt in die Stadt

Pfeiler ragen in die Höhe. Ein neues Gebäude entsteht an der Straße Up de Bookholt in Vreden. Der Plan dazu hängt gut anderthalb Kilometer Luftlinie entfernt im Büro von Thomas Terhaar, dem Werkstattleiter von Haus Früchting.

VREDEN

, 25.01.2016, 18:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Unsere Werkstätten hier in Ellewick sind eigentlich nur für 120 Mitarbeiter ausgelegt. Wir sind inzwischen bei 170", sagt Terhaar. Das sei ein echter Überhang - Grund genug also für die Einrichtung, sich Gedanken über eine Erweiterung zu machen.

Es geht aber dabei um mehr als nur um Fragen von genug Raum und günstiger Verkehrsanbindung. Haus Früchting ist schließlich kein Gewerbebetrieb im klassischen Sinn. Er eröffnet Menschen mit Behinderungen Möglichkeiten zum Wohnen und Arbeiten, die ihrem Leben Struktur und Sinn verleihen. "Der Neubau in der Stadt passt auch deshalb gut, weil das die Inklusion fördert", sagt Terhaar.

48 Arbeitsplätze wechseln voraussichtlich bis Ende dieses Jahres in die Stadt. Der Elektrobereich sei besonders gut für eine Auslagerung geeignet: Mit seinen klaren und gut abgrenzbaren Arbeitsangeboten, der autarken technischen Ausstattung und den vielfältigen Beziehungen zu Firmen in Vreden und Umgebung bringe er gute Voraussetzungen dafür mit, erklärt Thomas Terhaar. Daneben erhalte der Kreativbereich eine direkte Anbindung an den Laden. Ein Café kommt noch hinzu. Und als Möglichkeit für später erlaubt der Grundriss des Neubaus auch einen zusätzlichen Integrationsbetrieb.

Anbindung an Bevölkerung

Vieles könne dazu beitragen, die Anbindung an die Bevölkerung in Vreden mit dem neuen Werkstatt- und Ladengebäude zu verstärken, blickt Terhaar in die Zukunft. Die Lage schaffe gute Voraussetzungen dazu - und mit der Nähe zur neuen Kulturachse und zum Stadteingang Süd füge sich die Planung auch städtebaulich sicherlich ansprechend ein. "Wir haben da ganz hervorragend mit der Stadt Vreden zusammengearbeitet", sagt Terhaar. Café und Laden werden das Gebäude zur Straßenseite hin öffnen: eine einladende Front.

Die Mitarbeiter der betroffenen Abteilungen blicken dem gegen Jahresende bevorstehenden Umzug schon mit Spannung entgegen. "Die Stimmung ist gut", sagt Thomas Terhaar: "Die Auslagerung eröffnet auch die Chance, die Selbstständigkeit weiter zu fördern - und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben." Der neue Standort sei dafür unschlagbar. Aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht würden sich neue Chancen ergeben: Die Weiterentwicklung zum Werkstattladen mit angegliedertem Café biete eine neue Form des Erlebniseinkaufes und ermögliche eine ungezwungene Begegnung. Aufbruchstimmung wird der Umzug aber auch in Ellewick erzeugen: "Wir können die Strukturen hier wieder auflockern und neu gliedern", freut sich Terhaar in doppelter Hinsicht auf die Fertigstellung des Werkstatt- und Ladengebäudes im Herzen von Vreden.

 

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