Helfen, wo Not ist

Vreden "Hilfe dort, wo die Not am größten und niemand mehr zuständig ist" - mit diesem Satz sei das Lebenswerk und das Engagement von Franziska Temminghoff gut beschrieben, betonte Bürgermeister Hermann Pennekamp bei der Verleihung der Felicitas-Medaille.

20.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Vreden gestern im Rathaus dankte der Bürgermeister der Vredenerin für ihre "nachhaltige Arbeit": Seit den 70er Jahren engagiert sich Franziska Temminghoff für Menschen, die aus der ganzen Welt nach Vreden kommen - ihre Initiativen vor allem für diese Frauen und Kinder seien heute als feste Institution geregelt: zum Beispiel in der Hausaufgabenhilfe in der Norbertschule oder in der Mädchenarbeit im Jugendhaus "4U".

Nähkurse - und mehr

Besonders, als das ehemalige "Hochhaus" an der Alstätter Straße in den 80ern Zufluchtsort für Menschen unterschiedlichster Kulturkreise wurde, habe die Geehrte sich für sie eingesetzt: "Sie hat Nähmaschinen besorgt und sie nicht nur hingestellt, sondern auch Kurse gegeben", erläuterte der Bürgermeister, sie habe Unterstützung und Betreuung geleistet bei Behördengängen oder bei den Hausaufgaben. Bis heute sei Franziska Temminghoff ehrenamtlich bei verschiedenen Angeboten des SkF aktiv - beim monatlichen "internationalen Frauenfrühstück" ebenso wie beim monatlichen Treffen mit Spätaussiedlerinnen. "Dies alles immer in einer Atmosphäre, die von Wertschätzung geprägt ist und Vertrauen schafft", lobte Pennekamp. Neben handwerklichem Geschick sei den Teilnehmerinnen auch Selbstbewusstsein vermittelt worden.

Für die Leistung, Frauen mit Migrationshintergrund aus der Isolation zu holen, ehre der Rat sie mit der Medaille, schloss der Bürgermeister. Franziska Temminghoff dankte gerührt - gab den Dank aber weiter an "alle Menschen, die mich begleitet haben." ewa

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