Hermann Pennekamp über sein Leben als Bürgermeister

Interview

VREDEN Seit 1994 war Hermann Pennekamp Bürgermeister der Stadt Vreden – bis 1999 ehrenamtlich, dann der erste hauptamtliche Bürgermeister. Mit 65 Jahren sollte für ihn Schluss und für Vreden Zeit für einen Generationenwechsel sein. Seit dem 19. Oktober ist Hermann Pennekamp im Ruhestand. Anne Winter-Weckenbrockblickte mit ihm zurück und voraus.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 28.10.2009, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Ellewick hatte Bürgermeister Hermann Pennekamp hier bei der Preisverleihung für einen Malwettbewerb interessierte und gespannte Zuhörer.

In Ellewick hatte Bürgermeister Hermann Pennekamp hier bei der Preisverleihung für einen Malwettbewerb interessierte und gespannte Zuhörer.

Nein, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Aber ich habe überlegt: Es waren sicher 300 Ratssitzungen – und nur bei einer habe ich gefehlt.

Bis auf die Haushaltssituation hat sich die weltweite Krise noch nicht so dramatisch auf Vreden ausgewirkt. Glücklicherweise sind wir von großen Insolvenzen oder Entlassungen verschont geblieben. Dass es im städtischen Haushalt knapp wird, gab es schon und wird es weiter geben.

Dass es gelungen ist, aus den beiden selbstständigen Gebietskörperschaften Ammeloe und Vreden eine Stadt zu bilden. 1972 hieß es in den Ruhr Nachrichten: „Viele Ammeloer fühlen sich als Einwohner zweiter Klasse“. Heute heißt es „Wir sind Vredener“, die Stadt ist inhaltlich und dank der Bodenordnung räumlich gewachsen, das ist wichtig für die Zukunft.

Das Schneechaos 2005. Das waren von der Anspannung und dem Druck her Tage, in der man die Verantwortung als Bürgermeister stark spürte. Ebenso – aber positiv – beim Stadtjubiläum 2002 und bei den beiden Wirtschaftsschauen.

Ich werde mich als Vorsitzender der Bürgerstiftung Vreden intensiver um das kreisweite Projekt „Lernen vor Ort“ kümmern. Gerade bin ich in den Aufsichtsrat des Klinikverbunds Westmünsterland wieder gewählt worden, und ich werde mich in der Wirtschaftsförderung einbringen. Das ist eine gute Mischung:: Kultur, Soziales und Wirtschaft. Und zu Hause ist meine Familie, ich habe drei, bald vier Enkel, und zu Hause wird gerade umgebaut.

  • Lesen Sie noch mehr aus Hermann Pennekamps aufregendem Leben als Bürgermeister Vredens am Donnerstag in Ihrer Münsterlandzeitung.
  • Nach der Kommunalreform wurde Hermann Pennekamp 1999 zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Vreden gewählt. Der gebürtige Vredener war zuvor seit 1994 als ehrenamtlicher Bürgermeister für die CDU aktiv, als Ehrenbürgermeister Bernhard Becking sein Amt in jüngere Hände legten wollte.
  • Im Jahr 2004 ging Hermann Pennekamp erneut für die CDU ins Rennen und wurde mit 59,9 Prozent der Vredener Stimmen im Amt bestätigt.
  • Als Kommunalpolitiker engagiert sich der heute 65-Jährige schon seit 1969 als Ratsmitglied und sachkundiger Bürger. So gehörte er 24 Jahre lang dem Bau- und Planungsausschuss an, davon neun Jahre als Vorsitzender. Weiter brachte er sich im Umlegungsausschuss, im Familien- und Sozialausschuss und weiteren Ausschüssen und Kommissionen der Stadt Vreden ein. Von 1975 bis 1979 war er zweiter stellvertretender Bürgermeister.
  • Vier Jahrzehnte, – seit 1967 – setzte sich Hermann Pennekamp ehrenamtlich für die „Bodenordnung“ – umgangssprachlich „Verkopplung“ – ein. Des Weiteren trieb er die Gründung der Bürgerstiftung Vreden vor an, dessen Vorstandsvorsitzender er seit Beginn an ist.
  • Im Rahmen einer Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus mit vielen geladenen Gästen wird Hermann Pennekamp am Freitagvormittag offiziell verabschiedet.
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