Hermann Terhalle hat in drei Büchern alles aufgeschrieben, was er über Vreden weiß. Von dem Erlös sollen neue Stadtmodelle aus Bronze angeschafft werden. © Victoria Garwer
Vredener Geschichte

Hermann Terhalle fasst sein Wissen über Vreden auf 1720 Seiten zusammen

Wer etwas über Vreden wissen will, findet diese Info ziemlich sicher in dem neuen Werk von Heimatforscher Hermann Terhalle. Seine Recherchen der letzten 50 Jahre hat er gesammelt aufgeschrieben.

Heimatforscher Dr. Hermann Terhalle hat ein neues Buch veröffentlicht, genauer gesagt: drei Bücher. Denn der Vredener hat es sich zur Aufgabe gemacht, all sein Wissen über die Widukindstadt zusammenzufassen. Herausgekommen sind 1720 Seiten unter dem Titel „Vreden. Ein Weg durch die Jahrhunderte“.

Allein das Inhaltsverzeichnis füllt 15 Seiten. Das Werk ist aufgeteilt in drei inhaltliche Hauptteile. Im ersten Teil beschreibt Hermann Terhalle das aktuelle Vreden seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1969. Er stellt zum Beispiel 25 Vredener Betriebe vor, widmet sich der Landwirtschaft und schreibt über Dienstleistungen, Gesundheitswesen, Schulen, Kultur- und Sporteinrichtungen, Büchereien, Museen und Stiftungen.

Detaillierte Beschreibung aus über 1000 Jahren Stadtgeschichte

Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Landschaft: Geologie, Klima, Naturschutzgebiete. Zahlreiche Karten aus den vergangenen 150 Jahren dokumentieren die Entwicklung der Landschaft und der einzelnen Siedlungsgebiete.

Informationen zum Buch

  • Die drei Bände werden nur zusammen verkauft und kosten 58 Euro. Es ist der 100. Band der Reihe „Beiträge des Heimatvereins Vreden zur Landes- und Volkskunde“.
  • Sie sind erhältlich im Vredener Buchhandel, im Büro der Bürgerstiftung und nach dem Lockdown im Kult.
  • Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Bücher sollen die Stadtmodelle hinter dem Alten Rathaus ergänzt werden. Sie zeigen momentan Vreden um 1050, 1324 und 1650. Weitere drei Modelle sollen künftig die Stadt um 1910, nach der Bombardierung 1945 und im 21. Jahrhundert zeigen.

Der mit Abstand längste Abschnitt ist der dritte Teil. Auf mehr als 1300 Seiten schreibt Hermann Terhalle über die Vredener Geschichte – von der ersten Erwähnung im Jahr 839 bis zum Wechsel des Bürgermeisters im Jahr 2020.

Dabei wird der Heimatforscher durchaus sehr spezifisch. So geht es zum Beispiel um das Feuerlöschwesen im 17. Jahrhundert, das Ende der Handweberei, das Gesundheitswesen um 1900 oder Straßenumbenennungen nach dem Ersten Weltkrieg. Aber auch den jüngeren Entwicklungen der letzten 20 Jahre widmet Hermann Terhalle fast 200 Seiten.

50 Jahre Arbeit in drei Bänden zusammengefasst

Der Heimatforscher und ehemalige Schulleiter des Gymnasiums hat für die Bücher sein gesamtes Wissen zusammengefasst und auch ältere Texte wieder benutzt. „Im Endeffekt stecken da 50 Jahre Arbeit drin“, sagt der 80-Jährige, der nicht ausschließt, dass noch weitere Bücher folgen werden. Aber er hatte auch Hilfe. Ludger Kremer, Pfarrer Markus Trautmann und Wilhelm Elling haben Gastbeiträge geschrieben.

Neben den Texten sind in den Büchern 830 Abbildungen und 87 Tabellen mit interessanten Zahlen enthalten. Auf 25 Seiten nennt Hermann Terhalle zudem all seine Quellen, weitere 50 Seiten füllt ein detailliertes Personenregister. Wie behält man bei so einer Masse an Informationen und Daten den Überblick? „Ach, das geht schon“, sagt der Heimatforscher lachend. „Man muss das nur gut strukturieren.“

Über die Autorin
Redakteurin
Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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