Herz aus Lebkuchen schlägt

Vreden "Das gibt es eben nur einmal im Jahr: Alle sind so gut gestimmt, und für die Kinder ist es das reinste Paradies." Während Frieda, Emil und Anton glückselig ihre Runden im Kinderkarussell drehen, versuchen ihre Eltern Annette und Gregor Laurich, das Geheimnis der Vredener Kirmes zu ergründen.

02.09.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eines ist sicher: In Vreden ist das Kirmeskribbeln nicht nur den Kindern vorbehalten. "Vielleicht", so Gregor Laurich, "liegt es ja daran, dass auf der Kirmes einfach alle zusammenkommen. Auch die, die schon fortgezogen sind. Man trifft Leute wieder, die man schon lange nicht mehr gesehen hat." Frieda, Emil und Anton wollen nicht über die Kirmes sprechen. Sie wollen Lose, Lebkuchenherzen und noch mehr Karussell fahren. "Geburtstagskind" Johann Hilbing hat dafür Verständnis. Seine Tochter muss ihn stützen, als er noch im Geschwindigkeitsrausch aus dem Disco-Jet wankt. "Das war wunderbar!" Wie alt er denn sei? "Ich bin heute 84 geworden." Das ist wohl das Geheimnis des Volksfestes, dass es Jung und Alt im Trubel vereint. In der Brust des Vredeners schlägt zurzeit ein Lebenkuchenherz. Und das drei Tage lang. "Wir waren gestern Nacht bis drei hier, und sind heute morgen wieder pünktlich angefangen", erklären am Kirmessonntag Stefan Göring und seine Freunde Ulf Heming und Christoph Mathmann. "Es sind ja nur drei Tage, die muss man ausnutzen." Lukas Fleige hat das Kirmeskribbeln am Elektrisierautomaten auf neue Höchstspannung gebracht. Dabei ist dem Zehnjährigen auch ein Licht aufgegangen, was an der Kirmes nicht so gut ist: "Dass sie nur an drei Tagen im Jahr gefeiert wird. Das ist doch viel zu kurz." gro

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