Ideenfabrik sammelt Einfälle für die Innenstadt

Rundgang mit Bürgern

"Erst einmal eine Bestandsaufnahme machen und die Bürger fragen, was sie wollen, bevor wir in blinden Aktionismus verfallen", sagt Uwe Stute. Deswegen hatte er die Idee für einen Rundgang durch die Innenstadt. Am Donnerstagabend sind Mitglieder der Ideenfabrik Vreden mit offenen Augen durch die Straßen gelaufen.

VREDEN

, 10.07.2015, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Rundgang beginnt in der Wassermühlenstraße. Dort thematisiert die siebenköpfige Gruppe das Thema Leerstände. Gleich vier leere Schaufenster sind auf dieser Straße zu sehen. "Das sind schon richtige Schandflecken", sind sich die Teilnehmer des Rundgangs einig.

Bis neue Mieter gefunden sind, können die leeren Räume doch anderweitig genutzt werden, so ihre Idee. "Wir haben so viele außergewöhnliche Waren, die in Vreden hergestellt werden. Die könnten wir doch dort präsentieren", schlägt Uwe Stute von Sport Niehuis vor. Interessierte Einzelhändler können sich bei Citymanagerin Aylin Meier melden. "Ich kann das dann gerne organisieren und den Kontakt zum Eigentümer herstellen", sagt sie.

Litfaßsäule statt wilder Plakate

Auf der Wassermühlenstraße fällt den Vredenern außerdem auf, dass an vielen Stellen Plakate hängen. "Dieses Wildplakatieren ist nicht schön. Vielleicht kann man irgendwo eine Litfaßsäule aufstellen", regt Stute an.

Die nächste Station ist der Domhof. Schon im Vorfeld gab es die Überlegung, die Blumenkübel vom Beerdigungsinstitut Heinrich Meyer, die zurzeit mit Kies gefüllt sind, neu zu bepflanzen. "Das Problem war bisher Vandalismus", sagt Meier. Deswegen hat die Ideenfabrik überlegt, Kindergärten und Grundschulen eine Patenschaft zu übertragen. Die Kinder würden sich um die Bepflanzung und Pflege kümmern. "Wir hängen dann ein Bild der Gruppen an die Kübel, um vielleicht die Randalierer davon zu abzuhalten, das Werk der Kinder zu zerstören", erklärt Meier.

Zentrale Kübel

Bei der Ortsbegehung allerdings fällt den Teilnehmern auf, dass diese Kübel nicht zentral genug stehen. "Das muss viel präsenter sein", sagt Edith Rotering. Auch die große leere Fläche auf dem Domhof wird kritisiert. Es gibt Überlegungen, dort eine Rasenfläche oder Parkplätze anzulegen oder auch die Blumenkübel zu platzieren.

An der Kreuzung Wüllener Straße/Zur Synagoge haben die Teilnehmer die Idee, die großen Beete um die Bäume herum mit Holz abzudecken, um so Sitzflächen - ähnlich wie auf dem neu gestalten Marktlatz - zu erzeugen.

Parkplatzsituation

Die Diskussion um die Parkplatzsituation in der Innenstadt zieht sich durch den gesamten Rundgang. "Wir hören oft von Holländern, dass sie ihr Auto nicht wiederfinden", sagt Hermann Wilmer vom Tiefbauamt der Stadt Vreden.

An einem Schild an der Wüllener Straße gibt es zwar kleine Hinweise auf die Parkplätze, diese sind aber unauffällig. Die Idee ist jetzt, diese Schilder komplett blau zu gestalten, um mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen. Mit einem ganzen Klemmbrett voller Ideen endet der Rundgang nach einer Stunde.

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