Im Süden ’was Neues

Museumsinsel

Stufen führen hinunter zur Berkel, laden an einem Sommerabnd zum Sitzen ein, das Wasser kühlt die Füße, der Blick fällt - ja, wohin? Auf das neue Kulturhistorische Zentrum? Auf das Bauernhofmuseum? Oder auf die Berkelinsel?

VREDEN

, 22.09.2014, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alles noch Zukunftsmusik - aber alles machbar: Wie es aussehen könnte, das haben am Montag die Mitarbeiter von vier Planungsbüros im Rathaus dargestellt. Sie waren aus Essen und aus Köln, aus Krefeld und aus Bochum in die Widukindstadt gereist - nicht zum ersten Mal in diesen Wochen: Die Planer hatten bereits Anfang September zwei Termine vor Ort, bei denen sie Ideen entwickeln konnten. Die Fläche zwischen dem heutigen Hamalandmuseum und der Rundsporthalle an der Straße Up de Bookholt stand dabei im Mittelpunkt.

Wie sich die ersten Gedanken weiterenentwickelt haben, erfuhren am Montag die Zuschauer einer Präsentation im Ratssaal. "Es geht um die Gestaltung eines südlichen Stadteingangs, um die Anbindung an das neue Kulturhistorische Zentrum und die Kulturachse", hatte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch die Ziele des freiraumplanerischen Werkstattverfahrens in Erinnerung gerufen. Was folgte, waren zwei Stunden, die viele Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten in den Entwürfen aufzeigten.

Drei große Schwerpunkte lassen sich dabei unterscheiden. Der nördlichste und städtebaulich wohl anspruchsvollste: die Fläche rund um das Berkelkraftwerk bis vor das heutige Hamaland-Museum.

Berkelhafen

Alle Büros sahen dort die Möglichkeit, einen Platz mit besonderem Charakter zu schaffen. Die Historie stand dabei immer Pate. Der Hafen hatte sich einst dort befunden. Akzente könnten dort künftig Elemente setzen wie ein Holzdeck, ein Plateau oder ein "Balkon". Stufen oder Terrassen zum Fluss finden sich ebenfalls in allen Planungen wieder, wenn auch an verschiedenen Stellen. Einigkeit auch in einem anderen Punkt: Die nahegelegene Hofanlage bedarf der besseren Anbindung. Fast alle Büros sehen auch den Baumbestand dort als Pluspunkt an, lediglich eines wollte dort auslichten, um die Blicke auf alte Bauernhäuser, Kirchtürme und Museum zu öffnen.

Zweiter Schwerpunkt: die Insel zwischen Berkel und Ausbach. Die Schnittmenge in den Planungen fiel groß aus, denn die Wiese und die naturnahe Atmosphäre hatte wohl Überzeugungsarbeit in eigener Sache geleistet. Nuancen machten in diesem Punkt die Unterschiede aus.

Neue Brücke

Das Spektrum reichte von nahezu unveränderter Beibehaltung bis hin zum Brückenschlag an der Westspitze über den Ausbach, um den Weg hinter der Marienschule anzubinden. Die künftige Aufgabe der Insel fiel übrigens auch bei allen vier Büros in eine ähnliche Kategorie: Freizeitspaß - von kleineren Festen bis hin zur generationen-übergreifenden Spielwiese. Eine Lösung zeichnet sich auch für die Fläche rund um die Rundsporthalle ab. Parkplätze waren dort gefordert, und die Planer haben sie geliefert - meist unterteilt in eine fest befestigte Fläche für den täglichen Bedarf und eine weniger befestigte für Spitzenzeiten. Differenzen zeigten sich nur in der Anordnung.

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