Investoren wollen Windpark errichten

Ehemaliges Munitionsdepot

Investoren wollen einen Windpark auf dem Areal des ehemaligen Munitionsdepots errichten. Doch es zeichnet sich bereits Gegenwind ab.

VREDEN

, 29.09.2014, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Investoren wollen Windpark errichten

Das hatte Stadtplaner Dirk Hetrodt deutlich gemacht: Die Investorengruppen für Windkraft in Vreden seien unterschiedlich weit; sie sollten durch die Stadt jeweils in gleicher Weise behandelt werden. Hintergrund: Bereits im Februar hatte der Ausschuss die Aufstellung beschlossen für die entsprechenden Pläne Doemer Feld und Lüntener Feld/Ammeloe. Hetrodt erinnerte daran, dass sowohl Flächennutzungsplan als auch Bebauungsplan neu bearbeitet würden: „Ein Beschluss heute ist deshalb noch keine Festlegung.“ Die Stellungnahmen würden abgearbeitet. Konkret gehe es im Antrag für die Fläche am früheren Munitionsdepot um zwei Windkraftanlage mit einer Gesamthöhe von 180 Metern.

Die Investoren haben sich bewusst für ihren Wunsch-Standort entschieden: Sie haben eine Fläche ausgewählt, die in einem sogenannten Potenzialraum liegt. Eine Studie im Auftrag der Stadt hatte die grundsätzliche Eignung der Fläche aufgezeigt – im Rahmen der Windenergiestudie aus dem Jahre 2011. Der Investor, die Windenergiegemeinschaft Lünten, betont ihren Wunsch nach einer verträglichen Lösung: „Die Gesellschaft ist nicht unbedingt daran interessiert, eine möglichst hohe Anzahl an Anlagen in dem Gebiet zu realisieren.“ Mit Blick auf die genauen Standorte signalisiert die Gemeinschaft Flexibilität – es seien in diesem Punkt durchaus noch letzte „Optimierungen“ möglich. Betreiben will die Windenergiegemeinschaft Lünten das Vorhaben als Bürgerwindanlagen.

Eine Bewertung aus der Politik gab es zu dem Antrag an sich noch nicht. Allerdings unterstrich der Vorsitzende des Ausschusses, Hermann Geesink (CDU): „Wir sehen noch erheblichen Diskussionsbedarf.“ Dabei bezog er sich auf Fragen zu Abständen ebenso wie zur Größenordnung der Anlagen und mehr. Alle Anträge sollten gleich und auch in einer Gesamtsicht behandelt werden, meinte Gerd Welper (Bündnis 90/Die Grünen). Es dürfe in dieser Frage kein Windhundrennen geben. Ob auch mit zwei Anlagen bereits ein Bürgerwindpark machbar sei, wollte Hermann Lechtenberg (CDU) wissen. Das hänge von deren Größe im Verhältnis zur Fläche ab, erklärte Joachim Hartmann, Leiter des Fachbereichs Bauen. Josef Wissing (Grüne) ergänzte, dass große Anlagen Vorteile haben könnten in der Lärmfrage. 

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