Jetzt muss die Stadt 3530 Unterschriften für das Bürgerbegehren „Schul-Campus“ prüfen

mlzSchulcampus Vreden

3530 Unterschriften hat die Bürgergruppe gesammelt und an den Vredener Bürgermeister übergeben: Das Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss zum „Schul-Campus“ hat die erste Hürde genommen.

Vreden

, 19.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt ist das Bürgerbegehren „Schul-Campus“ formell einen Schritt weitergekommen: Für die Bürgergruppe überreichten am Montagmorgen Alexander Demes, Dr. Werner Ihling, Josef Röring-Sonnenschein und Ansgar Hakvoort einen dicken Aktenordner, gefüllt mit 3530 Unterschriften, an Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch.

Damit scheint gesichert, dass die Planungen für das Gelände am Gymnasium Georgianum, an der Sekundarschule und am Widukindstadion nochmals auf die politische Tagesordnung kommen. Denn 1520 gültige Stimmen müssen am Ende vorliegen. Daran zweifelte so richtig niemand am Montag.

Jede einzelne Unterschrift wird geprüft

Gültig sind alle Stimmen, die von Vredener Wahlberechtigten stammen. Hat etwa jemand, der nur einen Nebenwohnsitz in Vreden hat, unterschrieben oder sogar ein Stadtlohner, würden diese Unterschriften nicht mitgezählt. Auch, wer sich mehrfach in die Listen eingetragen hat, hat damit die Chancen für das Bürgerbegehren nicht verbessert.

Jede Unterschrift wird mit der angegebenen Anschrift verglichen, sagte Martina Wensing vom zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung am Montag. Und Mehrfach-Unterschriften würden auffallen. Denn die Prüfung werde sehr sorgfältig erfolgen, blickte Martina Wensing voraus.

Jetzt muss die Stadt 3530 Unterschriften für das Bürgerbegehren „Schul-Campus“ prüfen

3530 Unterschriften füllen die Listen in dem dicken Aktenordner, den die Bürgergruppe am 18. Februar an die Spitze der Stadtverwaltung übergeben hat. Die Unterschriften unterstützen das Bürgerbegehren "Widukind-Campus". © Anne Winter-Weckenbrock

Bürgermeister Christoph Holtwisch fasste noch kurz zusammen, wie es weitergeht: Nach der Prüfung der Unterschriften komme das Thema dann noch einmal auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung am 27. März.

Falls der Rat sich dann für einen Bürgerentscheid ausspreche, könnten die Vredener am 26. Mai nicht nur ihre Stimme bei den Europawahlen, sondern parallel auch beim Bürgerentscheid abgeben und zwischen den beiden dann zur Wahl stehenden Varianten für den geplanten Campus wählen.

Ein Etappensieg für die Bürgergruppe

„Im Moment ist das ein Etappensieg für uns“, sagte Alexander Demes. Auch er ging davon aus, dass der Rat sich nicht etwa den „Widukind-Campus-Plänen“ der Bürgergruppe anschließt, sondern den Weg für einen Bürgerentscheid frei macht. Danach gehe die Öffentlichkeitsarbeit der Bürgergruppe weiter. „Alle, die zuhause bleiben, unterstützen nicht uns, sondern die Gegenseite“, betonte er.

Der Stadtrat hatte sich am 21. November 2018 mehrheitlich für die Planvariante D für den Schulcampus ausgesprochen. Die Bürgergruppe entwickelte einen eigenen Vorschlag.

In einem Zeitraum von sechs Jahren wurden die Planungen für das Schul- und Sportgelände mal mehr, mal weniger intensiv in den Gremien der Vredener Kommunalpolitik besprochen. Am Ende standen sechs Varianten zur Abstimmung.

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