Die Sachverständige Dr. Friederike Werner wirft in der Sendung "Bares für Rares" einen Blick auf die Meissener Porzellanfigur , während Moderator Horst Lichter (Mitte) mit dem Vredener Jochen Cichetzki plaudert und über das Münsterland schwärmt: "ein Träumchen". © Screenshot/ZDF-Mediathek
„Bares für Rares“

Jochen Cichetzki handelt bei „Bares für Rares“ und holt das Beste raus

In der Show „Bares für Rares“ hat Jochen Cichetzki ein Erbstück von einer Oma meistbietend verkauft. Am Freitag konnten die Fernsehzuschauer sehen, wie der Vredener sich geschlagen hat: gut.

Dass Jochen Cichetzki Fan der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ ist, konnten die Zuschauer bei seinem eigenen Auftritt dort merken: Am Freitag (9. April) wurde die im Januar aufgezeichnete Folge gesendet, bei der der Vredener seine Meissener Porzellanfigur meistbietend verkaufte. Cichetzki glänzte mit einem „Insider“-Späßchen.

Sein Erbstück von der Oma war von der Expertin schon auf einen Preis zwischen 200 und 300 Euro geschätzt worden, da ging es für den Vredener zu den vier Antiquitätenhändlern. 300 Euro hieß es gleich zum Start. Eine Expertin frotzelte: „Heute fangen wir nicht mit 80 Euro an standardmäßig.“ Jochen Cichetzki wusste genau, was sie meinte, lachte, zuckte mit den Schultern und sagte: „Waldi ist nicht da…“ Gemeint war Experte Walter Lehnertz, der wohl immer die 80 zuerst nennt.

Der Vredener wirkte für den Zuschauer ganz souverän und locker. „Aber ich war erst ein bisschen nervös, man weiß ja nicht, was einem erzählt wird“, sagt der 74-Jährige im Telefonat mit der Redaktion. In der Sendung ist er als drittes an der Reihe, als erstes wird gezeigt, wie er entschlossenen Schrittes, die zwei Porzellanbären unter dem rechten Arm, ins Studio geht.

„Guten Tag, ich bin der Jochen aus Vreden“

„Guten Tag, ich bin der Jochen aus Vreden“, sagt er locker und erklärt, wo genau Vreden liegt. „Ja wunderschöne Ecke, Münsterland ist sowieso ein Träumchen“, schwärmt Moderator Horst Lichter. Nach ein bisschen Plauderei geht es um die Figur, die der Vredener 1969 von seiner Oma geerbt hat. „Ich hoffe zu erfahren, wie alt die spielenden Bären sind und welchen Wert die haben“, sagt er auf die Frage von Moderator Horst Lichter.

Die Sachverständige Dr. Friederike Werner kann vieles zur Meissener Figur erzählen. Sie ist ganz angetan: „Bei dem unteren Bärchen sieht man sogar noch die Zähne“, lobt sie. Die seien spitz wie Nadeln, „nicht abgebrochen, das ist unglaublich“. Jochen Cichetzki nimmt es lachend zur Kenntnis.

Der Vredener hakt nach: Ist noch mehr drin?

Bei den Händlern hat der Vredener auch Grund zur Freude: Von 330 geht das Gebot über 350 auf 360 Euro. „Jochen Cichetzki nickt und nickt, geht aber doch auf Nummer sicher und hakt nach: Ist noch mehr drin? „Man kann ja mal höflich fragen“, sagt er lachend im Telefonat mit der Redaktion. Sein Auftritt in der Show endet mit seiner Bilanz: „Also ich bin zufrieden – mehr wäre schön gewesen, aber es reicht.“

Jochen Cichetzkis (r.) jüngster Sohn Klaus hatte den Show-Auftritt angestoßen, begleitete seinen Vater zur Aufzeichnung und machte auch dieses Foto mit Horst Lichter.
Jochen Cichetzkis (r.) jüngster Sohn Klaus hatte den Show-Auftritt angestoßen, begleitete seinen Vater zur Aufzeichnung und machte auch dieses Foto mit Horst Lichter. © privat © privat

Jetzt hat der 74-Jährige, wie gewünscht, das Geld für eine Reise an die Mosel zusammen und hofft, dass diese trotz Corona möglich ist in diesem Jahr. Er hat gerade seine erste Impfung hinter sich und wurde am Mittwoch von seinem Hausarzt schmunzelnd begrüßt „Herr Fernsehstar, kommen Sie rein.“

Über die Autorin
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Anne Winter-Weckenbrock

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