Kabarettist nimmt bekloppte Welt aufs Korn

Pufpaff im VHS-Haus

Schwarzer Humor, Lebensphilosophie, Selbstbemitleidung oder der Depri-Blues eines frisch gebackenen Vaters? Wie bei einem Kochrezept mixte Malte Sebastian Pufpaff in seinem Kabarett-Programm „Warum!“ alles zu einem Cocktail, der die Besucher VHS-Veranstaltung im ausverkauften Saal des VHS-Hauses in Vreden zu Komplizen seiner eigenartigen, aber überzeugenden Mixtur machte.

VREDEN

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 28.10.2011, 15:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sebastian Puffpaff hatte die Lacher auf seiner Seite.

Sebastian Puffpaff hatte die Lacher auf seiner Seite.

Seit 24 Tagen sei er Vater einer kleinen Tochter, nun sei er Lebensphilosoph. Ein „Erklär-Vater“ wolle er nicht werden. So einer sei verantwortlich für die Verspätungen der Bundesbahn, da er mitten in der Tür stehen bleibe, um seinem kleinen Sohn die Technik der Türöffnung zu erklären. „Mann, Mann, Mann…“ seufzte er über die verdrehte Welt. Doppeldeutigkeiten Überalterung der Gesellschaft, Alkoholismus und Missbrauchsfälle waren weitere Themen, die er rasend schnell mit sprachlichen Doppeldeutigkeiten würzte. „Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist ein Kardinalfehler“, ereiferte er sich mitten in die überraschte Reaktion des Publikums. „Man muss alles in Frage stellen, allein wegen der Kinder. Es sind nur Bekloppte da draußen. Wenn sie die Fragen nicht stellen, wer dann?“, ermutigte er die Besucher wieder mit seinen berühmten Lachfältchen. Als Zugabe verwandelte er sich in einen Tänzer, der mit gelben Band durch die Reihen flitzte und das Publikum noch einmal erheiterte, bevor sie in die „Welt der Bekloppten“ entlassen wurden.

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