Kein Platz im Konzept für einzelnes Windrad

Windpark geplant

Städtebaulich geordnet soll er sein, ebenfalls energetisch optimiert. Damit der Windpark Lüntener Feld/Ammeloe dieses Ziel erreichen kann, greift die Stadt jetzt zum Mittel der Veränderungssperre.

VREDEN

, 15.01.2016, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwischen Ammeloe und Lünten laufen die Planungen für einen Windpark. Die Stadt will mit einer Veränderungssperre nun erreichen, dass kein einzelnes Windrad außerhalb des Gesamtkonzepts errichtet wird.

Zwischen Ammeloe und Lünten laufen die Planungen für einen Windpark. Die Stadt will mit einer Veränderungssperre nun erreichen, dass kein einzelnes Windrad außerhalb des Gesamtkonzepts errichtet wird.

Sie will damit verhindern, dass dort ein einzelnes Windrad entsteht. Denn das würde nicht nur aus Gesamtkonzept für diesen Windpark herausfallen. Es würde auch Auswirkungen auf den eigentlichen Windpark haben, hatte die Stadt jetzt im Bauausschuss argumentiert.

"Die geringe Höhe und Leistung der Anlage konterkarieren die Planungsidee eines städtebaulich geordneten und energetisch optimierten Windparks", schreibt die Stadt in ihrer Vorlage. Sie beziffert auch die Folgen: Würden statt wie geplant fünf großer Windenergieanlagen nur vier große und eine kleinere errichtet, verringere sich die Ertragsleistung des Windparks um circa zehn Prozent.

Mehrheitliche Zustimmung

Die Argumentation überzeugte die meisten Mitglieder des Bauausschusses. So stimmte dieser mehrheitlich für eine entsprechende Empfehlung an den Rat. Dieser soll nun eine sogenannte Veränderungssperre erlassen. Geschieht das, wäre auf den betreffenden Grundstücken keine Errichtung von Windkraftanlagen mehr möglich.

Damit gewinnt die Stadt Zeit, um das eigentliche Planverfahren für den Windpark zum Abschluss zu bringen. Gilt danach der vorhabenbezogene Bebauungsplan, so wären dort Flächen für die Landwirtschaft festgesetzt, auf denen keine Windenergieanlagen errichtet werden könnten. Sie liegen außerhalb des eigentlichen Sondergebiets, in dem künftig fünf Windkraftanlagen stehen könnten.

Standpunkte ausgetauscht

Kritik an dieser Vorgehensweise kam von Hendrik Mulder (FDP): Das sei ein Engriff ins Eigentum. Er könne dem nicht zustimmen. Die Position der Befürworter machte Gerd Welper (Grüne) deutlich: Er sprach von einem "Querschläger" und rief dazu auf, an einem geordneten Verfahren festzuhalten. Am Ende stimmte die deutliche Mehrheit im Bauausschuss für die Veränderungssperre.

Die Verwaltung war in ihrer Vorlage noch einmal ausführlich auf die Vorgeschichte eingegangen. Daraus verdeutlichte sich, wie weit die Vorarbeiten für den Windpark Lüntener Feld/Ammeloe bereits gediehen sind. Planerische Schritte sind erfolgt, Informationsveranstaltungen durchgeführt worden, die Ergebnisse der FFH-Verträglichkeitsprüfung liegt vor - einschließlich des Aspekts des Artenschutzes. Zwischenzeitlich war allerdings ein Antrag auf Vorbescheid für eine kleinere Anlage außerhalb des Gesamtkonzepts beim Kreis Borken eingegangen.

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