Keine Fünftklässler mehr in der Walbertschule

VREDEN Im nächsten Schuljahr wird es keine fünfte Klasse in der Walbertschule geben. Der Grund für die Entscheidung: Für die Walbertschule waren zehn, für die St. Georg-Hauptschule 57 Fünftklässler angemeldet worden. Ein Vorziehen der für 2010/2011 geplanten Fusion wird aber nicht in Betracht gezogen.

06.03.2009, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Keine Fünftklässler mehr in der Walbertschule

Die Walbertschule wird im kommenden Schuljahr keine neue fünfte Klasse bilden.

Nur kurz sei die Überlegung aufgekommen, ob es sinnvoll sei, nun auch die Fusion komplett um ein Jahr vorzuziehen, berichtete Holtwisch: Zu erfolgreich aber sei man auf dem eingeschlagenen Weg der „inneren“ vor der „äußeren“ Fusion in der Arbeitsgruppe unterwegs. Das „Übergangsjahr“ werde nun zur Intensivierung der Zusammenarbeit genutzt. Eine konkrete Überlegung sei, ob ein flexiblerer Lehreraustausch zwischen beiden Schulen ermöglicht werden kann, wenn Engpässe vorliegen, so Holtwisch. Johannes Bielevelt, Leiter der Walbertschule, hielt anhaltende Gerüchte, die St. Georg-Schule werde nach der Fusion Schulstandort sein, mit ausschlaggebend für das Wahlverhalten der Eltern – und das, obwohl die Kommunalpolitiker die Standortfrage noch nicht geklärt haben. Aber auch die Schlagzeilen über Unterrichtsausfall wegen langfristig erkrankter Kollegen könnten mitgewirkt haben, räumte Bielevelt ein. Sprachlosigkeit und Enttäuschung habe im Kollegium geherrscht, beschreibt Bielevelt. Schließlich hätten die Walbertschüler bei den schriftlichen Abschlussprüfungen im vergangenen Jahr in Mathe, Deutsch und Englisch überdurchschnittliche Ergebnisse im Landesvergleich erzielt, verweist er auf erfolgreiche Arbeit des Kollegiums. „Meinen Antrag auf Versetzung in den Ruhestand habe ich aber vor dem Anmeldetermin gestellt“, betonte Bielevelt. Er werde zum Ende des Schuljahres mit 64 nach 42 Jahren aus dem Dienst scheiden. Konrektorin Birgit Kentrup werde dann die Walbertschule leiten, teilte Dr. Holtwisch dazu mit.

Ein dreizügiger Zehner-Jahrgang werde im Sommer entlassen, so dass die Raumfrage kein großes Problem sei, sah Gisela Huning, Leiterin der St. Georg-Schule, den drei Eingangsklassen gelassen entgegen. Auch sie lobte das konstruktive Miteinander in der Arbeitsgruppe. „Wir gucken bei jedem System, wo die Stärken sind, und nehmen dann beide mit“, bekräftigte sie das selbst gesteckte Ziel der Arbeitsgruppe und auch der Schulen.  ewa

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