Absagen

Keine weihnachtlichen Märkte in Vreden und Stadtlohn: „Wäre das falsche Signal“

In einer Woche wären der Historische Adventsmarkt in Vreden und der Weihnachtsmarkt in Stadtlohn eröffnet worden. Doch nun zogen beide Kommunen in Abstimmung die Reißleine. Coronabedingt.
Gerade noch konnte auf dem Markt der „Horst geschmückt“ werden, nun mussten Stadt und Stadtmarketing der sich zuspitzenden Corona-Lage Tribut zollen. In Abstimmung mit den Nachbarn aus Stadtlohn wurden sowohl der erste Historische Adventsmarkt in Vreden als auch der traditionelle Weihnachtsmarkt in Stadtlohn abgesagt.
Gerade noch konnte auf dem Markt der „Horst geschmückt" werden, nun mussten Stadt und Stadtmarketing der sich zuspitzenden Corona-Lage Tribut zollen. In Abstimmung mit den Nachbarn aus Stadtlohn wurden sowohl der erste Historische Adventsmarkt in Vreden als auch der traditionelle Weihnachtsmarkt in Stadtlohn abgesagt. © Olaf E. Rehmert

Die Reihe der Absagen von Großveranstaltungen in der Region setzt sich fort: Am dritten Adventswochenende (10. bis 12. Dezember) sollten in Vreden der erste historische Adventsmarkt und in Stadtlohn der traditionelle Weihnachtsmarkt stattfinden. Beide Veranstaltungen sind mit einem verkaufsoffenem Sonntag verknüpft.

In gegenseitiger Abstimmung haben sich beide Kommunen nun gegen eine Durchführung entschieden. Das teilten sowohl das Stadtmarketing Vreden als auch das SMS-Stadtmarketing Stadtlohn am späten Donnerstagnachmittag mit.

Die Entscheidung zur Absage fällten die Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp (Vreden) und Berthold Dittmann (Stadtlohn) sowie die Verantwortlichen des Stadtmarketings, Karin Otto (Vreden) und Martin Auras (Stadtlohn), nach einem gemeinsamen Gespräch – dies noch vor Bekanntgabe der Ergebnisse aus der Ministerpräsidentenkonferenz des Bundes, „Großveranstaltungen“ nicht durchzuführen.

Aktuelle Dynamik lässt keine Alternative zur Absage

„Nachdem viele andere Kommunen bereits ihre Events abgesagt haben, wollten wir als Nachbarn eine gemeinsame verantwortungsvolle Entscheidung fällen“, erklärt Berthold Dittmann das gemeinsame Vorgehen. „Mit Hochdruck und tagesaktuell sind Hygienekonzepte nach der 2G-plus-Regelung erstellt und in Vreden beim ‚Horst schmücken‘ sogar schon umgesetzt worden. Wir waren zuversichtlich. Doch bei der aktuellen Dynamik der Pandemie sehen wir nun keine Alternative zur Absage. Alles andere wäre jetzt das falsche Signal“, ergänzt Tom Tenostendarp.

Auch rund um die St.-Otger-Kirche in Stadtlohn wird es am zweiten Dezember-Wochenende keinen weihnachtlichen Markt geben.
Auch rund um die St.-Otger-Kirche in Stadtlohn wird es am zweiten Dezember-Wochenende keinen weihnachtlichen Markt geben. © privat © privat

„Wir bedauern natürlich die Absage der Märkte und der verkaufsoffenen Sonntage. Mit Zuversicht und großem Engagement aller offiziellen und ehrenamtlichen Beteiligten haben wir in den vergangenen Wochen an den Konzepten gearbeitet. Aber diese verantwortungsvolle Entscheidung war nun unumgänglich“, bittet Martin Auras um Verständnis.

„Da uns dadurch der gesetzlich geforderte Anlassbezug für einen verkaufsoffenen Sonntag fehlt, ist es für die Einzelhändler mehr als bedauerlich – gerade weil sie im vergangenen Jahr mit dem Lockdown bereits starke Einbußen im Weihnachtsgeschäft hatten“, sagt Karin Otto.

Premiere des „Historischen Marktes“ wird auf 2022 verschoben

Bereits am Mittwochnachmittag hatte sich der Vorstand der Ideenfabrik Vreden als Veranstalter des „Historischen Marktes“ mit Tom Tenostendarp und Karin Otto getroffen. Das Bedauern um die Absage sei groß, doch bei allen Beteiligten überwiege auch hier der verantwortungsvolle Umgang mit der aktuellen Situation.

„Viel Vorbereitung und ehrenamtliches Engagement steckte in den Planungen zum ersten Historischen Adventsmarkt zu Vreden. Die kooperative Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und der Stadtverwaltung war ausgezeichnet“, resumierte Christian Schroer von der Ideenfabrik Vreden.

Die Arbeit und die guten Konzepte sollen aber nicht umsonst gewesen sein: Die Premiere des „Historischen Adventsmarkts zu Vreden“ soll nun am dritten Adventswochenende im kommenden Jahr stattfinden.

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