Kfd Ammeloe tritt aus dem Bundesverband der Gemeinschaft aus

Ärger über erhöhte Mitgliederbeiträge

VREDEN „Auf Bundesebene werden die Gelder ausgegeben und für uns auf der Basis kommt kaum Geld an“, betonte Christa Lösing, die Vorsitzende der kfd Ammeloe am Mittwochabend in der Hamaland-Schule bei der Abstimmung über den Austritt aus der kfd (katholische Frauengemeinschaft Deutschland). Das Ergebnis: Die Ammeloer Frauen wollen sich vom Bundesverband trennen.

01.10.2009, 13:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diözesanreferentin Andrea Kleine Büning konnte die Mehrheit der erschienenen kfd-mitglieder aus Ammeloe nicht von einem Verbleib im Bundesverband überzeugen.

Diözesanreferentin Andrea Kleine Büning konnte die Mehrheit der erschienenen kfd-mitglieder aus Ammeloe nicht von einem Verbleib im Bundesverband überzeugen.

Aufgrund des zum 1. Januar 2010 erhöhten Mitgliedsbeitrages von 16 Euro auf 20 Euro jährlich hatte sich im Vorfeld unter den Mitgliedern eine große Diskussion entfacht, über die Verhältnismäßigkeit der Verteilung dieses Betrages, vom dem den einzelnen kfd-Gruppen nur 6,45 Euro für ihre örtlichen Aufgaben bleiben. Rund 80 Frauen und Präses Pfarrer Kurt Otto nahmen an der Entscheidungsversammlung über den Austritt aus der kfd teil. Nicht Leistungs- sondern Solidaritätsbeitrag Andrea Kleine Büning, Diözesanreferentin der kfd appelierte zunächst an die Solidarität der Ammeloer Frauen, die kfd aufgrund dieser Beitragserhöhung nicht zu verlassen. Die Ammeloer sei nach zwei Terminen in Bocholt die dritte Veranstaltung, in der sie  über die Beitragserhöhung spreche. "Ich bin überrascht, dass es in Ammeloe so viele junge Mitglieder in der Gemeinschaft gibt. Für mich sind die Gespräche über die Beitragserhöhung eine Chance, dass die Ebenen mehr zueinander finden. Die Pfarrebene vor Ort ist die wichtigste Ebene, Sie sind die Seelsorgerinnen vor Ort“, hob Andrea Kleine Büning hervor. Sie erläuterte, dass die Arbeit die auf Bundesebene geleistet würde auf der Ortsebene nicht gesehen würde. Sie verwies auf die Bildungsarbeit der kfd durch die sieben hauptamtlichen Referenten in der Diözese Münster auf das Mitwirken der kfd in zahlreichen Institutionen im kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich, beispielsweise bei der Alterssicherung der Frauen. „Sehen Sie den Beitrag nicht als Leistungsbeitrag sondern als Solidaritätsbeitrag“, forderte die Diözesanreferentin. Kontroverse Diskussion Anschließend entfachte sich eine große Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Kosten für die Bundesebene der kfd und der Gelder, die noch für die Arbeit der einzelnen Frauengemeinschaften vor Ort bleiben. „Wir fühlen uns in vielen Fällen, beispielsweise bei GEMA-Gebühren für unsere Veranstaltungen verlassen und sind frustriert, dass wir als Bezirkshelferinnen jedem Mitglied die Beitragserhöhung erklären müssen und uns die Kritik anhören können“, lauteten kritische Stimmen der Ammeloer Frauen. 51 Frauen stimmten schließlich für den Austritt aus der kfd, 23 für den Verbleib und eine enthielt sich. Insgesamt hat die Ammeloer kfd 160 Mitglieder.Neuer Verein mit neuem Namen „Hier vor Ort wird sich nichts ändern, außer dass der Beitrag geringer sein wird. Über den Austritt oder Verbleib in der kfd aufgrund der Beitragserhöhung wollten wir vom Team ausdrücklich durch eine Mitgliederversammlung entscheiden lassen", erläuterte Christa Lösing, die Vorsitzende der kfd Ammeloe gegenüber der Münsterland Zeitung.  Im Januar solle ein neuer Verein mit einem neuen Namen gegründet werden. "Unsere monatlichen Veranstaltungen werden weiterhin wie gewohnt stattfinden und wir möchten auch wie bisher mit unserer ehrenamtlichen Arbeit Projekte unterstützen, wie das Hilfsprojekt in Guatemala“, betonte die Vorsitzende.  rol

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