Auch in Sachen Kommunion ist in Corona-Zeiten nichts wie sonst. Die Vorbereitung findet in der Gemeinde St. Georg diesmal im Kreis der Familie und nicht in Kleingruppen statt (Symbolbild). © picture alliance / dpa
Kommunionvorbereitung

Kommunionvorbereitung in St. Georg diesmal im Familienkreis

Die Gruppen zur Kommunionvorbereitung in der Gemeinde St. Georg sollten vergrößert werden. Dann kam Corona. Jetzt bereiten sich die Kinder mit Impulsen und Themen der Gemeinde zu Hause vor.

Eigentlich können Kinder bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion gemeinschaftlich mit Gleichaltrigen in Kleingruppen über Glaubensfragen reden. Das ist wegen Corona in diesem Jahr nicht möglich. „Wir passen unser Konzept der Situation an und legen die Vorbereitung in die Hände der Familie“, berichtet Maria Ahler, Pastoralreferentin in der Kirchengemeinde St. Georg.

Das eigentliche Konzept der Gemeinde sah vier Aktionsstunden vor, bei denen die Gruppen mit je zehn Kindern etwas zu einem zentralen christlichen Thema machen. „Wir haben diesmal extra etwas größere Gruppen zu je zehn Personen geplant, um mehr kreative Aktionen für Kinder zu ermöglichen“, erklärt Maria Ahler.

Vier zentrale Themen sind die Grundlage der Vorbereitung

Diese vier Themen (Grundstein, Gebet, Bibel und Sakramente) bilden nun die Grundlage für das Material, das den Kindern in die Familien mitgegeben wird. „Wir bieten Impulse, Ideen und Themen. Diese können sie zu Hause gemeinsam mit Eltern und Geschwistern alltagsnah, kindgerecht und kreativ erarbeiten“, schildert die Pastoralreferentin das coronataugliche Konzept. Sie zeigt sich sehr zuversichtlich, dass das gut funktioniert. „Wir vertrauen darauf, dass die Familien die Themen bearbeiten.“

Dabei sollen die Erfahrungswerte der Kinder einbezogen werden. „Beim Thema Grundstein stellt sich zum Beispiel zunächst die Frage, an welchem Ort man ein Haus bauen kann“, stellt Maria Ahler vor. Dazu könnten die Kinder zu einer Baustelle gehen und bei einem Maurer nachfragen. Darüber hinaus könne man entdecken, dass „Grundstein“ auch bedeutet, sich in der Familie geborgen zu fühlen.

Hoffnung auf gemeinschaftliche Aktionen besteht weiter

Das Material erhalten die Kinder bei den Eröffnungsgottesdiensten in den verschiedenen Gemeindeteilen Ende dieses und Anfang kommenden Monats. Per Mail bekommt jedes Kind dann im Laufe der Zeit Fragen zu den jeweiligen Themen. Die Antwort darauf steckt als Buchstabenrätsel in Briefumschlägen.

Ob eine Rückkehr zum Gruppenbetrieb im Laufe der Kommunionvorbereitung möglich ist, weiß keiner. „Wir fahren auf Sicht und können nur kurzfristig entscheiden“, meint Maria Ahler zur aktuellen Situation. Dennoch hoffe sie natürlich, dass die Kinder in dieser besonderen Zeit auch gemeinschaftliche Aktionen erleben können.

Mehr Termine für Erstkommunion wegen Corona

Corona beeinflusst auch die Planungen für die Erstkommunionfeiern im Mai. In der Stadt Vreden (ohne die Kirchdörfer) werden die etwa 130 Kinder nicht wie üblich auf drei, sondern diesmal auf fünf Termine aufgeteilt.

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Bastian Becker

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