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Krippenausstellung im Haus Noldes lockt 1800 Besucher an

mlzHeimatverein Ammeloe

Gut zwei Wochen liegt die Weihnachtszeit zurück. Darum hieß es beim Heimatverein im Haus Noldes: Abschmücken. Viel Arbeit, die die Mitgleider aber aus einem speziellen Grund gerne taten.

Vreden

, 09.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Die ersten Schritte im nur spärlich beleuchteten Flur des Heimathauses Noldes in Ammeloe lassen am Montagnachmittag nicht erahnen, dass im Schankraum der Räumlichkeiten gearbeitet wird. Denn der Eingangsflur zieht sich über viele Meter in die Länge. Doch je näher man der Tür zum Schankraum kommt, desto deutlicher sind Stimmen zu vernehmen. Und nach dem Öffnen der schweren Holztür wird klar: Hier wird die zurückliegende Weihnachtszeit in Kisten und Wannen verstaut.

Vier Frauen des Heimatvereins sind damit beschäftigt, Tannenzweigkränze zu zerlegen, Weihnachtskugeln einzusammeln und einfach alles, was an die Weihnachtszeit erinnert, bis zum kommenden November in Kisten verschwinden zu lassen. Aber warum alle die Mühe mit den Kränzen? „Wir wollen das runde Grundgestell ja schließlich wieder verwenden“, erklärt eine der Frauen. Und genau deshalb heißt es: Alle Tannenzweige müssen in Handarbeit aus diesen herausgezogen werden.

Monatliches Treffen für Reinigungs- und Reparaturarbeiten

Doch nicht nur Frauen sind im Einsatz. In der Heimatscheune, direkt gegenüber des Heimathauses, zerlegen vier Herren des Heimatvereins Tannenbäume und verladen die Äste auf einem Anhänger für den Abtransport. Auch der Vorsitzende Hermann Völkering (65) packt mit an. „Wir treffen uns ohnehin jeden ersten Montag im Monat für Reinigungs- und Reparaturarbeiten, aber direkt nach Weihnachten fällt naturgemäß etwas mehr Arbeit an“, so der 65-Jährige.

„Wir hatten bei der Krippenausstellung gut 1800 Besucher.“

Schließlich fand auch im zurückliegenden Jahr im Heimathaus mit seinem unverkennbaren musealen Charakter die weit über Ammeloe hinaus bekannte Krippenausstellung statt. Zudem lockte der Weihnachtsmarkt im historischen Innenkring viele Besucher an. „Und genau deshalb musste hier ja alles passend dekoriert sein“, so Hermann Völkering. Dass nun das Abschmücken viel Arbeit mache, sei kein Problem.

Krippenausstellung im Haus Noldes lockt 1800 Besucher an

Gegenüber des Haus Noldes, in der Scheune, kümmerten sich einige Männer des Heimatvereins um das Zerlegen und den Abtransport der Weihnachtsbäume. © Till Meyer

„Wissen Sie warum?“, fragt der Vorsitzende und liefert die Antwort auf die Frage gleich mit: „Weil wir alleine bei der Krippenausstellung gut 1800 Besucher hatten. Während der drei Weihnachtsmarkttage waren hier im Heimathaus zeitweise 350 Menschen gleichzeitig. Da mussten wir schon einen Einlassstopp verhängen.“ Und dieses große Interesse der Besucher sei es, was die Mitglieder des Vereins ansporne. „Bei so viel Zuspruch denkt man gar nicht an die Arbeit“, so Hermann Völkering.

1400 Exponate in der Heimatscheune

Einen genauen Zeitplan für das Abschmücken gäbe es ohnehin nicht, erklärt der 65-Jährige. „Wir machen hier so lange, bis wir fertig sind. Vermutlich bis in die Abendstunden.“ Ohnehin sei dies sowieso nur der Anfang der alljährlichen Arbeit. „Im Frühling steht zum Beispiel die Arbeit im Heimatgarten auf dem Programm und das Entstauben der 1400 Exponate in der Scheune“, so der Vorsitzende, während er mit der Hand auf Spinnenweben auf den Webstühlen in der Scheune deutet. „Da fällt im Laufe des Jahres schon eine Menge von an.“ Obwohl: Das Bild der Spinnenweben an den Webstühlen ist auch so auf seine ganz eigene Art stimmig.

Heimatverein Ammeloe/Heimathaus Noldes:
  • ist eine Abteilung des Heimat- und Schützenvereins
  • 1994 interessierte sich der Heimatverein für das Haus Noldes.
  • Das Ladengeschäft im Haus existiert seit 1880 und wurde bis 1972 betrieben.
  • Familie Noldes stellte das Haus mit Inventar als Heimatmuseum zur Verfügung.
  • Zum Heimatmuseum gehören auch der Heimatgarten und die Heimatscheune, in der 1400 historische Exponate ausgestellt sind.
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