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Darum möchte Küster Rainer Pag mehr als 2000 Kilometer von Vreden nach Rumänien laufen

mlzFreundschaftsweg

Rainer Pag hat ein klares Ziel: Er möchte von Vreden nach Oradea in Rumänien laufen. Mehr als 2000 Kilometer liegen vor ihm. Der 47-Jährige setzt auf die Unterstützung von Freunden.

Vreden

, 07.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Drei Monate, 2051 Kilometer und hoffentlich viele nette Begegnungen – das ist der Plan von Rainer Pag. Der Küster der Kirchengemeinde St. Georg möchte von Vreden bis nach Oradea in Rumänien laufen.

Die Idee kam den 47-Jährigen vor zwei Jahren bei einem Besuch in der rumänischen Partnergemeinde. Eigentlich wollte der leidenschaftliche Wanderer in diesem Jahr nach Assisi in Italien laufen. Doch nach den Begegnungen und Gesprächen in Rumänien änderte er diesen Plan. Die Idee des Freundschaftsweges war geboren.

Freundschaftsweg im Sinne der Kirchengemeinde

Seitdem plant Rainer Pag seine bislang längste Tour. „Ich hätte den direkten Weg gehen können, dann wären es vielleicht ein paar hundert Kilometer weniger gewesen. Aber ich wollte den Weg auch im Sinne der Kirchengemeinde gehen“, erzählt der Küster. Deswegen startet die Tour am Sonntag, 14. Juli, um 7 Uhr am Norbertstein mit dem Pilgersegen.

Die ersten Kilometer läuft er auf den Spuren des Heiligen Norbert. Es geht über Magdeburg, wo Norbert von Xanten Bischof war, nach Prag, wo sich seine Gebeine befinden. Das Ziel am ersten Tag heißt aber erst einmal Nottuln. 52 Kilometer sind es bis dahin. Diese Strecke ist Rainer Pag in der vergangenen Woche bereits Probe gelaufen.

Probelaufen auf der ersten Etappe

„Irgendwann fragt man sich schon, wann dann jetzt endlich mal der Kirchturm vor einem auftaucht“, erzählt der 47-Jährige mit einem Schmunzeln. Zehn Stunden hat er für die Strecke gebraucht und gemerkt: Es ist machbar. Trotz leichter Hüftprobleme, die er am Anfang durchaus gespürt hat. „Aber ich habe eine Methode entwickelt, wie ich das weglaufe.“

Diese erste Etappe ist wohl auch die längste der ganzen Reise. Danach läuft er im Schnitt 35 Kilometer pro Tag. Nach 350 bis 450 Kilometern ist jeweils eine dreitägige Pause geplant. Von 66 Lauftagen geht er aus. Und das alles mit Gepäck. 18 bis 20 Kilogramm wird der Rucksack wohl wiegen.

Vier Liter Wasser, Müsliriegel, Waschzeug, Reiseapotheke, zwei Wechselgarnituren, Messer, Sonnenschutz, Zelt, Schlafsack und Luftmatratze hat er immer dabei. Die Stangen vom Zelt bleiben zu Hause, dafür werden die Wanderstöcke zweckentfremdet. „Ich werde unterwegs bei Freunden übernachten oder bei den Kirchen anklopfen und nachfragen. Zur Not wird es eben das Zelt“, so Rainer Pag.

Rainer Pag wird von Freunden begleitet

Einige Freunde werden ihn zudem auf Teilen der Strecke begleiten. Wanderkollegen aus Vreden stoßen an unterschiedlichen Stellen für unterschiedlich lange Teilstrecken dazu. Die letzten 150 Kilometer läuft Rainer Pag gemeinsam mit einigen Studenten aus Oradea.

Es ist nicht die erste Wandertour für den Küster. Seit fast 30 Jahren macht er sich immer wieder zu Fuß auf den Weg. Erst im letzten Jahr ist er von Konstanz bis Verona gelaufen, über die Alpen, 600 Kilometer weit. „Für die Anstiege hatte ich hier ja das perfekte Trainingsgelände: den Kirchturm“, sagt er schmunzelnd. Für ein intensives Training für die jetzt anstehende Tour fehlte ihm bislang die Zeit. Allerdings hat er bewusst etwas an Gewicht zugelegt, um eine Reserve zu haben. Und natürlich hält er sich fit: drei Kilometer beim Frühschwimmen, Fitness und Kraftsport.

Urlaub gespart für die Tour nach Oradea

Drei Monate hat sich der Küster in Absprache mit der Gemeinde für diese Tour Zeit genommen. Im vergangenen Jahr hat er nur eine Woche Urlaub gemacht und auch im nächsten Jahr wird er auf einige Wochen Urlaub verzichten. Die gesamten freien Tage nutzt er für diese Aktion.

Anfang Oktober möchte Rainer Pag in Oradea ankommen. Dort möchte er sich vor allem mit den Menschen treffen und unterhalten und in der Kirchengemeinde mit anpacken. Ende Oktober möchte er dann die Vredener am Flughafen willkommen heißen, die wie jedes Jahr im Herbst die Partnergemeinde besuchen.

Spendensammlung

  • Rainer Pag sammelt mit seinem „Freundschaftsweg“ auch Spenden. Das Geld geht an das Caritasbüro der Gemeinde St. Ladislaus Oradea und ein Kinderhilfsprojekt in einem Vorort.
  • 5000 Euro hat der Küster bereits gesammelt.
  • Wer noch spenden möchte, kann sich im Pfarrbüro melden oder eine Karte ausfüllen, die in den Kirchen, bei Sport Niehues, in der Bäckerei Geelink oder bei Gescher ausliegen.
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