Ladestationen für Elektroautos an fünf Standorten in Vreden geplant

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Die SVS möchte fünf Ladestationen für Elektroautos in Vreden aufstellen. Die Stadt hat nun Standorte vorgeschlagen. Die ganze Sache ist jedoch von einer wesentlichen Entscheidung abhängig.

Vreden

, 15.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fünf Ladestationen für Elektroautos sollen im Vredener Stadtgebiet aufgestellt werden – vorausgesetzt, es gibt Fördergelder. Das hat die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses mitgeteilt. Die FDP hatte einen entsprechenden Antrag im November 2018 gestellt, die CDU bereits bei früheren Haushaltsplanberatungen.

Daraufhin wurde dann auch eine Ladesäule am Rathaus eingerichtet. „Die musste aber nun wegen der laufenden Bauarbeiten wieder deinstalliert werden“, sagte Bernd Kemper, Erster Beigeordneter. Im Januar gab es ein Gespräch zwischen der Stadt und den SVS Versorgungsbetrieben. Das Ergebnis: Sowohl in Vreden als auch in Stadtlohn und Südlohn sollen insgesamt 14 Ladestationen aufgestellt werden. Die Kommunen sollen Standorte vorschlagen.

Fünf Standorte in Vreden ausgewählt

Das hat die Verwaltung getan: Industriegebiet Gaxel, Stadteingang Süd, Schulzentrum, Rathaus und Domhof. Als möglicher weiterer Standort wird das Gesundheitszentrum am Krankenhaus aufgeführt. Auch am Busbahnhof soll eine Ladestation platziert werden. Das hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bei den diesjährigen Haushaltsplanberatungen beantragt. „Das ist völlig unabhängig von den jetzigen Überlegungen“, sagte Bernd Kemper und wies darauf hin, dass in Sachen Busbahnhof Gespräche mit dem Kreis Borken laufen.

„Ladestationen in den Kirchdörfern sollen aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten und aus Rücksicht der Gleichbehandlung der anderen beiden Kommunen vorerst nicht eingeplant werden“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Laden dauert 60 bis 90 Minuten

Laut Sitzungsvorlage werden voraussichtlich 22 kW-Ladesäulen aufgestellt, an denen jeweils zwei Autos gleichzeitig aufgeladen werden können und das Laden rund 60 bis 90 Minuten dauert. Für Ladestationen mit 50 kW und deutlich kürzerer Ladezeit sei ein zusätzlicher Trafo an jedem Standort notwendig, erklärte Thomas Spieß, Geschäftsführer bei der SVS. „Das wäre mit erheblichen Kosten verbunden.“ Wie hoch die genau sind, hänge vom Standort ab.

Diese Planungen werden jedoch nur umgesetzt, wenn die Anträge der SVS auf Fördermittel bewilligt werden. Falls dies nicht der Fall ist, müsse man sich noch mal darüber unterhalten, so Bernd Kemper.

Thomas Spieß kündigte außerdem an, dass die SVS sich in Zukunft aktiver mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen werde. „Wir haben uns das auf die Agenda geschrieben. Wir werden zum Beispiel mehr auf Unternehmen zugehen. Im Moment kommen die Unternehmen noch auf uns zu.“

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