Mit der Naturtour habe Vreden ein Leuchtturmprojekt für die Region geschaffen, teilt der ADAC mit. Die Nominierung für den Tourismuspreis NRW 2021 kam, am 3. November folgt die Bekanntgabe des Gewinners. © Wheelie Wanderlust | Kim Lumeliu
ADAC-Wettbewerb

Leuchtturmprojekt: „Naturtour Vreden für Alle“ für Tourismuspreis nominiert

Das Projekt Naturtour wird ständig weiterentwickelt, in seiner Form ist es sicher einzigartig: Für den ADAC Westfalen ist es ein Kandidat für die erstmalige Vergabe des Tourismuspreises NRW.

Mit der Naturtour hat Vreden ein Leuchtturmprojekt geschaffen. Eine dritte Route, ein großes Event 2022, die weitere Digitalisierung – das Projekt wird ständig weiterentwickelt. Viel Aufwand – auch und vor allem von Bürgern für Bürger –, der nun eine besondere Wertschätzung erfährt: Die Naturtour Vreden ist einer der zehn Kandidaten für den „ADAC Tourismuspreis NRW 2021“.

Ende August hatte das Team des Stadtmarketings von der Nominierung erfahren, nun wartet man gespannt auf die Bekanntgabe des Juryergebnisses am 3. November in Dortmund. Gefördert werden eben „touristische Leuchtturmprojekte in der Region“, heißt es in der Pressemitteilung des Veranstalters.

Augmented Reality, digitale Stadtführungen und Live-Erlebnisse, „Lauschangriffe“, Microabenteuer – oder eben auch eine barrierefreie Radroute durch die Natur in Vreden: Die Kandidaten setzen sich auf unterschiedliche Weise für Vielfalt, Digitalisierung und Nachhaltigkeit des Tourismus in NRW ein. Damit sind auch drei der Kriterien genannt, die auf das jeweilige Projekt im Zuge der Bewerbung anwendbar sein sollten. „Bei unserem Projekt konnten wir alle Kriterien spielen“, erklärt Stadtmarketing-Geschäftsführerin Karin Otto.

Projekt vereint sämtliche Wettbewerbskriterien

In der Begründung zur Nominierung heißt es unter anderem, dass die Naturtouren nach dem Stadtmotto „Vreden verbindet“ (www.vreden-verbindet.de) allen zur Verfügung stünden. Auch die zweite Route wurde im Sommer auf Basis der „Reisen für Alle“-Zertifizierung eröffnet, sie basiert wie die erste auf dem Buch „Vreden entdecken“ von Dr. Hermann Terhalle und dem Heimatverein. Im Rahmen des Vital.NRW-Projektes wurde die Route als „Naturtour Vreden für Alle“ umgesetzt, nunmehr aufgesetzt auf das touristische Knotenpunktnetz.

„Reisen für Alle“ ist die bundesweit gültige Kennzeichnung im Bereich Barrierefreiheit, als „Tourismusort für Alle“ hat sich Vreden dem Abbau von Barrieren verpflichtet. Wie schnell Vreden ein Netzwerk mit Partnern mit „Reisen für Alle“-Zertifizierung aufgebaut hat, das sorgte auch für überregionale Aufmerksamkeit. „Wir sind von verschiedenen Stellen angesprochen worden, bei diesem Wettbewerb mitzumachen. Das Projekt sei dafür optimal zugeschnitten“, so Karin Otto.

Die zweite Route wurde im Sommer eröffnet, die dritte ist in der Umsetzung.
Die zweite Route wurde im Sommer eröffnet, die dritte ist in der Umsetzung. © Stadtmarketing Vreden © Stadtmarketing Vreden

Und das setzte das Team vom Stadtmarketing dann um. Auf die Ausschreibung im Juni reichte man eine Bewerbung ein. Ende August erfolgte dann die Bekanntgabe der Nominierung. „Bis Anfang September sollten wir dann mitteilen, warum gerade dieses Projekt den Preis verdient habe“, berichtet Karin Otto. Mitte Oktober galt es dann, die Jury vor Ort in Dortmund persönlich zu überzeugen. „Wir hatten nur fünf Minuten Zeit, dann folgte eine kurze Fragerunde“, sagt Karin Otto.

Spektrum der Kandidaten ist breit gefächert

Es kamen nur wenige Fragen. „Wir haben scheinbar umfassend informiert“, berichtet die Geschäftsführerin. Ein gutes Zeichen? Es galt noch ein kurzes Interview einzusprechen – nun liegt der Ball bei der Jury. Eine Einschätzung kann Karin Otto nur schwer abgeben: „Das Spektrum der Kandidaten ist unglaublich bunt gemischt.“ Bewerben konnten sich neben Kommunen nämlich auch Unternehmen, Vereine, Verbände, gar Privatpersonen, Netzwerke und Arbeitsgemeinschaften mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Die Bewerbungen seien auch „eine Antwort auf die Corona-Pandemie, die den Tourismus in der Region vor neue Herausforderungen stellt“, sagt Thomas Frisse, Vorstandsmitglied für Touristik des ADAC Westfalen. Sie zeigten eindrucksvoll, wie die Corona-Pandemie die Digitalisierung beschleunige und gerade in diesem Feld als „Kreativitätsbooster“ gewirkt habe. Zu gewinnen gibt es ein wertvolles PR-Paket.

Auf das Team des Stadtmarketings warten unterdessen weitere spannende Aufgaben: „Die Digitalisierung wird zur vierten großen Säule werden“, berichtet Karin Otto. So würden aktuell die Audios zur Naturtour, aber auch zum Beispiel zum Stadtrundgang eingesprochen. Auch das große Event im Sommer 2022 werde ein wichtiger Baustein werden: „Unter Einbeziehung lokaler und ehrenamtlicher Akteure sollen die Identifikation gestärkt und der gemeinschaftliche Charakter der Tour unterstrichen werden“, teilt der ADAC mit.

Chancen auf den Preis dürften sich alle Kandidaten ausrechnen, betont Karin Otto noch einmal: „Mit der Nominierung haben alle Beteiligten schon Wertschätzung erfahren. Das Besondere ist doch, dass die Idee hinter dem Projekt im Vordergrund steht und nicht Größe oder Budget.“

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