„Luftige Unterführung“ statt Tunnel: So geht es unter der Kreuzung durch

mlzProjekt Gaxelino

Die Politiker waren beeindruckt. Die Zeichnung der Unterführung an der Kreuzung Ringstraße/Winterswyker Straße wurde im Bauausschuss gezeigt. Sie werde einige Befürchtungen zerstreuen, hieß es.

Vreden

, 14.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ging um den Bebauungsplan mit dem sperrigen Namen „Knotenpunkt Winterswyker Straße/ Ringstraße“. Das „Projekt Gaxelino“ ist den Vredenern da sicher eher ein Begriff: Dieses soll vor allem den Radverkehr zwischen Stadt und Industriegebiet Gaxel verbessern, eine geeignete Infrastruktur ist das Ziel. Ein Baustein: die Unterführung unter der Winterswyker Straße her.

In der jüngsten Bauausschusssitzung am Mittwoch zeigte Dirk Hetrodt vom Vredener Bauamt erste Ansichten von der Unterführung. „Das wird Ängste nehmen“, kommentierte Heinrich Wildenhues (CDU). Denn: Was Dirk Hetrodt „luftige Unterführung“ genannt hatte, stellte sich auch als solche heraus. Laut Plan fahren Radler und laufen Fußgänger im Grunde auf einem befestigten Weg zwischen ausgiebigen Grünflächen unter einer Brücke her.

So soll die Unterführung für Radfahrer und Fußgänger aussehen, die an der Kreuzung mit der Winterswijker Straße unter der Ringstraße herführt. Auch im Dunkeln kein Angstraum, wie die Politiker befanden.

So soll die Unterführung für Radfahrer und Fußgänger aussehen, die an der Kreuzung mit der Winterswijker Straße unter der Ringstraße herführt. Auch im Dunkeln kein Angstraum, wie die Politiker befanden. © Visualisierung: Stadt Vreden

Das Wort „Unterführung“ hatte bei manchem wohl den Gedanken an einen Tunnel ausgelöst. Von einem Tunnel hat der Weg aber nichts. „Total positiv“, befand Josef Wissing (Grüne), fragte aber, ob die Einfassung des Weges nicht zu hoch sei, ob dadurch Unfallgefahr für Radfahrer entstehe.

„Luftige Unterführung“ und Projekt Gaxelino „ein Highlight“

„Weniger hoch wäre gefährlich“, entgegnete Joachim Hartmann, Fachbereichsleiter Bauen und Planen. Die Höhe der Einfassung sei aus Sicherheitsgründen genau in der Höhe wie geplant und habe den Vorteil, dass man – wenn man es denn möchte – auch bequem darauf Platz nehmen könne.

„Das ist eine schöne Sache für Vreden“, fasste Hendrik Mulder die Meinung der FDP-Fraktion zusammen, Bauausschussvorsitzender Hermann Geesink nannte das Projekt sogar „ein Highlight“.

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Kurz diskutiert wurde noch über die Verlängerung der bestehenden Lärmschutzwand entlang der Winterswyker Straße bis zum Fasenenweg. Wer sollte das bezahlen? Auf Nachfrage aus dem Ausschuss betonte Joachim Hartmann, dass es keine Fördertöpfe für eine solche Maßnahme gebe.

Verlängerung der Lärmschutzwand wird eigener Diskussionspunkt

Es sei wie überall das Problem: In einer „Altsituation“ müssten, auch was Lärm angeht, Werte hingenommen werden, die bei einer Neuausweisung eines Wohnbaugebiets nicht infrage kämen. Diese Frage soll in einer der nächsten Sitzungen ausgiebig und separat erörtert werden, so der Vorschlag der Verwaltung.

Die Pläne für den „Knotenpunkt“ werden nun, das beschloss der Bauausschuss einstimmig, öffentlich ausgelegt. Dann kann jeder Interessierte sich den Bebauungsplan im Technischen Rathaus oder online ansehen.

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