Malte Laurich ist ein ehrgeiziger Fliesenleger aus Leidenschaft. © Kevin Michaelis
Portrait

Malte Laurich (21): Ein aufstrebender Fliesenleger mit Ambitionen

Malte Laurich ist ehrgeizig. Seine Ziele hat er immer fest im Blick. Genau das macht den Vredener Jungspund so erfolgreich. Nach der ersten Auszeichnung folgte prompt die nächste Bewährungsprobe.

Die selbstbewusste Art von Malte Laurich kommt an. Denn der 21-Jährige weiß genau, was er will. Im Gespräch mit der Redaktion erzählt der einstige Gymnasiast, wie er zu dem Beruf des Fliesenlegers gekommen ist. Außerdem verrät er, wer sein Motivator aus Ahaus war, und gibt Einblick in den persönlichen Karriereplan. Nicht zu vergessen, seine bisherigen Erfolge.

„Angefangen hat alles mit 13 oder 14 Jahren“, sagt Malte Laurich. Schon damals sei er immer mal wieder mit seinem Papa gemeinsam auf der Baustelle gewesen. Denn der Vater arbeitet, genau wie sein Sohnemann mittlerweile auch, bei Fliesen Lepping in Vreden. „Schon da habe ich gemerkt, dass ich eher der Handwerkstyp bin und nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzen möchte“, erzählt Malte Laurich weiter.

Malte Laurich (l.) und Fliesen Lepping Geschäftsführer Carlo Korthals (r.) freuen sich über die weitere Zusammenarbeit.
Malte Laurich (l.) und Fliesen Lepping Geschäftsführer Carlo Korthals (r.) freuen sich über die weitere Zusammenarbeit. © Kevin Michaelis © Kevin Michaelis

Zwei Praktika, eines als Industriemechaniker sowie als Tischler, und ein paar Jahre später ist er ausgelernter Fliesenleger. „Für mich kam immer nur dieser Beruf infrage, weil es mir einfach am meisten Spaß macht“, so Malte Laurich. Drei Jahre hatte die Ausbildung gedauert, die er im Sommer dieses Jahres erfolgreich abschloss. Zuvor tütete er noch flott sein Fach-Abi ein.

Als „eigener Chef“ die anderen Leute glücklich machen

Trotz der starken körperlichen Anforderungen als Fliesenleger gebe es einige Dinge, die ihm an der Arbeit besonders gut gefallen. „Ich kann viele Sachen selbst entscheiden. Manchmal ist man dann sozusagen sein eigener Chef. Stolz bin ich vor allem dann, wenn ich am Ende sehe, was ich geschafft habe, und die Leute damit glücklich machen konnte.“

Im Zuge seiner Gesellenprüfung habe er sich mit seinen praktischen Noten für den Leistungswettbewerb auf Landesebene des Deutschen Handwerks beworben. Mit Erfolg: Sowohl im Kammerbezirk Münster als auch Dortmund und später sogar für den gesamten Bereich Nordrhein-Westfalen wurde Malte Laurich als Sieger gekürt. Damit qualifizierte er sich automatisch für den Wettbewerb auf Bundesebene – das Streben um den Titel des Deutschen Meisters.

Dass er überhaupt teilgenommen hat, verdankt er auch Tim Welberg – Fliesenleger aus Ahaus –, der bereits Deutscher Meister, Europameister und erfolgreicher Bundestrainer ist. „Vor zwei Jahren habe ich einen Schneidekurs besucht und Tim war auch da. Ich habe dort ziemlich gut abgeschnitten. Da hat er mir dann geraten, dass wenn ich mich auf den Hosenboden setze, ich wohl sehr weit kommen kann“, verrät Malte Laurich rückblickend.

Endergebnis und Zukunftsplanung können sich sehen lassen

Und genau das hat er sich dann auch zu seinem ganz persönlichen Ziel gemacht. So fand bereits am 12. und 13. November der Wettbewerb auf Bundesebene in Erfurt statt. Teilnehmen durften nur die Sieger der jeweiligen Bundesländer. Zwei Tage hatten die jungen Talente Zeit, die Jury von ihren Techniken und gefertigten Werken zu überzeugen.

Für den ersten Platz hat es schlussendlich nicht ganz gereicht. Am Ende durfte sich Malte Laurich, der vor Ort auch von seinen Eltern angefeuert wurde, über den dritten Platz freuen. Ein tolles Ergebnis, denn wie er im Vorhinein erzählte, würden dort vor allem Techniken bewertet, die auf dem Bau nicht alltäglich seien. Und schon gar nicht bei Fliesen Lepping, die auf das Fliesen von Schwimmbecken spezialisiert sind.

Auch wenn es nicht für den Deutschen Meistertitel gereicht hat, so möchte der Vredener sich aber auch in Zukunft stetig weiterentwickeln. „Ich will auf jeden Fall den Meister machen. Zum Glück werde ich da von meinem Arbeitgeber auch gefördert. Nach dem Meister schaue ich dann weiter. Mein eigenes Ding muss ich aber nicht direkt machen, Hauptsache ich habe etwas in der Tasche“, sagt Malte Laurich abschließend.

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