Wenigstens die Kostüm-Tradition während der Mottowoche dürfen die Vredener Abiturienten auch in Corona-Zeiten aufrecht halten. © privat
Abiturienten

Masken und Kostüme: Mottowoche in Corona-Zeiten am Vredener Gymnasium

Es ist keine gewöhnliche Mottowoche für die Vredener Abiturienten. Keine Überraschung in dieser ungewöhnlichen Zeit. Immerhin darf der Abschluss-Jahrgang die Kostüm-Tradition aufrecht erhalten.

Es ist die letzte Woche vor den Osterferien. Normalerweise ist das die letzte Schulwoche für die Abi-Jahrgänge. Und normalerweise wird das mit bunten Kostümen passend zu den Motto-Tagen und kleinen Aktionen der Abiturienten zwischen den letzten Schulstunden gefeiert. Normalerweise – wenn keine Corona-Pandemie wäre.

„Die Schule ist nur für den Unterricht geöffnet“

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung untersagt eine „normale“ Mottowoche, wie sie sonst auch am Vredener Gymnasium wie jedes Jahr in der Woche vor den Osterferien stattgefunden hätte. „Die Schule ist nur für den Unterricht geöffnet“, erklärt Schulleiter Dr. Jürgen Klomfaß. „Alles, was unter einer Mottowoche sonst verstanden wird, darf nicht stattfinden.“ Keine willkürliche Entscheidung, die der Schulleiter getroffen hat oder die Stadt Vreden als Schulträger. Sondern eine Entscheidung des Landes, die in der Corona-Betreuungsverordnung niedergeschrieben ist.

Das hat Jürgen Klomfaß dem Abschlussjahrgang erklärt. Die Abiturienten haben verständnisvoll darauf reagiert. „Das Einzige, was die Schüler dürfen, ist mit einem Kostüm zur Schule zu kommen. Und das machen die auch“, sagt der Vredener Schulleiter. Aber auch das sei nur ein kleiner Trost und eher eine Erinnerung an das, was sonst stattfinden dürfte, wenn Corona nicht wäre. „Aber alles, was sonst so toll ist an der Mottowoche, fällt flach.“

Mottotag in der Mitte der letzten Woche vor den Osterferien:
Mottotag in der Mitte der letzten Woche vor den Osterferien: „Abilymp – Götter verlassen den Olymp“ © privat © privat

So startete die Mottowoche am Montag mit „Abistokratie – der Adel geht, der Pöbel bleibt“, am Tag darauf folgte „Abiwaii – reif für die Insel“. Mit Blumenkette, Hawaiihemd und Sonnenbrille ist der Vredener Abi-Jahrgang zum Unterricht gekommen. Am Mittwoch folgte „Abilymp – die Götter verlassen den Olymp“ und am Tag danach „AbiTV – jung, pleite, verzweifelt, aber Abi“.

Der letzte Tag der Mottowoche ist sonst zeitgleich der letzte reguläre Schultag für die Abiturienten. Auch das ist in diesem Jahr anders. Nach den Osterferien haben die Schüler neun weitere Schultage, da durch die lange Zeit im Corona-Lockdown viel Unterrichtszeit verloren gegangen ist.

Unklar, wie Zeugnisvergabe und Abiball stattfinden dürfen

Auch was nach den Abitur-Prüfungen mit Blick auf Zeugnisvergabe und Abschlussball erlaubt sein wird, steht noch in den Sternen. „Im besten Fall können wir die Zeugnisvergabe wie im vergangenen Jahr abhalten“, sagt Jürgen Klomfaß hoffnungsvoll.

Da konnte der Sportplatz vor der Schule für die Übergabe der Abi-Zeugnisse genutzt werden. Die Fläche war groß genug, damit jeder Abiturient mit zwei Gästen und ausreichend Abstand zum Nebenmann Platz finden konnte. „Ob das in diesem Jahr möglich ist“, so Klomfaß, „ist alles noch nicht absehbar.“

Über die Autorin
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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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Anne Schiebener

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