Heike Beck (54) hat schon länger über einen eigenen Tapetenladen nachgedacht. Jetzt hat sie sich ihren Wunsch mit dem ersten Tapeten-Outlet in der Region erfüllt. © Lisa Wissing
Neueröffnung

Mit Video: Neues Tapeten-Outlet in Vreden bietet über 400 Muster

In Vreden eröffnet das erste Tapeten-Outlet in der Region. Die Regale sind bereits bis oben hin mit Tapetenrollen gefüllt. Damit hat sich Heike Beck einen lang ersehnten Wunsch erfüllt.

Ihre Liebe zu Tapeten entdeckte sie schon sehr früh: „Als ich 14 war, habe ich meinen ersten Ferienjob in der Musterbuchfertigung meines Vaters gemacht“, erinnert sich Heike Beck (54). Seit Montag, 17. Mai, betreibt sie ihr eigenes Geschäft „Trendwände“ an der Windmühlenstraße 9 und verkauft dort Wandverkleidungen. Das Besondere daran: Sie besitzt damit das erste Tapeten-Outlet in der Region.

„Ich möchte endlich direkt an den Kunden verkaufen.“

Der Gedanke, ein eigenes Fachgeschäft zu eröffnen, bestand schon seit einigen Jahren. „Ich habe so lang Tapetenbücher erstellt, jetzt möchte ich auch die andere Seite kennenlernen und direkt an den Kunden verkaufen“, sagt Heike Beck. Seit knapp 30 Jahren arbeitet sie bei der Musterbucherstellung ihres Vaters. Einen Anteil der Firma hat die 54-Jährige vor ein paar Jahren übernommen.

Den Traum vom eigenen Fachgeschäft konnte sie sich in diesem Jahr verwirklichen. „Wir sind mit dem Vredener Stadtmarketing in Verbindung getreten und darüber haben wir dann Heinrich Riesewick kennengelernt“, erklärt die Betreiberin. Er ist der Eigentümer des Geschäftes. Nach der Zusage haben dann im März die Umbauarbeiten begonnen.

Auswahl aus 400 verschiedenen Mustern

Das ging alles ziemlich schnell, erzählt Heike Beck. Die hölzernen Regale stammen aus der eigenen Firma in Stadtlohn. Sie erstrecken sich über fast jede Wand des Fachgeschäfts und sind bis oben hin mit Tapetenrollen gefüllt. „Jetzt fehlt nur noch die große Fototapete“, sagt sie und deutet auf eine Holzplatte hinter ihrem Sitzplatz.

Die gelernte Industriekauffrau und Steuerfachangestellte findet, dass die Tapete ein tolles, aber unterschätztes Produkt sei. „Sie macht im Haus so viel aus.“ Der Tapetenwechsel als Synonym für Veränderung ist wohl jedem bekannt. Sie bietet außerdem sämtliches Zubehör, um die Wandverkleidung anzubringen.

Reguläre Tapeten aus der Überproduktion

Ihre Kunden haben eine Wahl aus über 400 verschiedenen Mustern. „Von Papier bis Vliestapete bieten wie alles an“, erklärt sie. Auch der Wunsch nach einer individuellen Tapete wird erfüllt: Fototapeten können hier mit einem selbst gewählten Motiv bedruckt werden. Raufasertapeten verkauft sie aber aus einem Grund nicht: „Das ist keine Tapete, sondern ein Zustand.“

Die Auswahl in ihrem Outlet besteht aus sogenannten Stocklots aus dem Tapetengroßhandel. Stocklots sind reguläre Waren aus der Überproduktion. „Wir haben eben auch Ware aus älteren Kollektionen, aber das macht die Tapete ja nicht schlechter“, sagt Heike Beck. Im Gegenteil, es macht sie günstiger.

Einen Online-Shop wird es nicht geben

Damit möchte sie eine Nische bedienen. Etwa frisch verheiratete Paare: „Diese Leute möchten natürlich erst einmal sparen. Da fängt es meist bei den Tapeten an.“ Rollen aus der Überproduktion gebe es immer, erklärt die Betreiberin. So entstand das Outlet-Konzept.

Die günstigsten Tapeten fangen bei rund drei Euro an. Die teuerste Tapetenrolle kostet ungefähr 15 Euro pro Rolle. Außerdem vermittelt sie in ihrem Geschäft Leute, die ihre Tapeten anbringen. Einen Online-Shop möchte Heike Beck aber nicht zusätzlich betreiben. Die Tapete müsse man vorher einmal gesehen haben, erklärt sie.

Wer nicht die Möglichkeit hat, in ihrem Geschäft nach Tapeten zu schauen, kann auch nach einem Termin vor Ort fragen. So kann die passende Tapete für die eigenen vier Wände herausgesucht werden.

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Ahaus, Heek und Legden am Abend

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